Fußball | DFB-Pokal

Nach Traumtor: Mainz-Profi Nadiem Amiri macht Beleidigungen im Netz öffentlich

Ein Freistoßtreffer bringt den 1. FSV Mainz 05 in die nächste Pokalrunde. Der Torschütze wird danach in einem sozialen Netzwerk heftig beleidigt. Sein Klub macht einen weiteren Rassismus-Vorfall öffentlich.

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Böse Anfeindungen nach wunderschönem Siegtor: Mittelfeldspieler Nadiem Amiri vom FSV Mainz 05 hat nach dem DFB-Pokalspiel in der ersten Runde gegen Dynamo Dresden (1:0) auf seiner Instagramseite wüste Beschimpfungen gegen sich öffentlich gemacht. Auch sein Teamkollege Arnaud Nordin wurde rassistisch angegangen.

In seiner Story teilte der Amiri ein Foto von einer Privatnachricht, in der ein Nutzer sowohl Amiri selbst als auch dessen Mutter aufs Übelste beleidigte, auch mit fremdenfeindlicher Sprache. "Keine Worte mehr für so Menschen", schrieb Amiri zu dem Foto. Zuvor war Amiri gegen den Zweitligisten Dresden mit einem sehenswerten Freistoß-Tor zum Matchwinner geworden. 

Mainz 05 bezieht deutlich Stellung

Der Verein stellte sich hinter Amiri und Angreifer Nordin, der im Zuge des Spiels ebenfalls im Netz rassistisch beleidigt wurde. Beide Beiträge teilten die Mainzer via Instagram und zeigten dabei die Nutzernamen der Täter. "Gemeinsam mit unseren Jungs gehen wir juristisch gegen diese Personen vor", kündigte der Klub unter dem Foto an.

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Mehrere Vorfälle am Pokal-Wochenende

Amiris Beispiel war nicht der erste Fall von öffentlich gewordenen, diskriminierenden Beleidigungen am Pokalwochenende. Sowohl der Schalker Christopher Antwi-Adjei beim Auswärtsspiel in Leipzig als auch ein Ersatzspieler des 1. FC Kaiserslautern (in Potsdam) waren während ihrer Partien von dem Rängen aus rassistisch beleidigt worden. FIFA-Boss Gianni Infantino nahm die beiden Vorfälle zur Kenntnis und stellte als Konsequenz den Deutschen Fußball-Bund (DFB) unter Beobachtung.

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Michi Glang
Michi Glang

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