Am Ende war der Jubel in Freiburg groß. Mit einem 4:1-Heimsieg im letzten Bundesliga-Saisonspiel gegen RB Leipzig erreichte der SC die Conference League. Ein klarer Sieg gegen den Tabellendritten der Bundesliga. Vorbei ist diese Saison für die Freiburger aber noch nicht: Am Mittwoch treffen sie im Finale der Europa League auf den englischen Vertreter Aston Villa.
Sollte Freiburg gewinnen, würde sich der Verein sogar noch für die Champions League qualifizieren - das gab es noch nie. "Wir wissen alle, dass der Fokus schon ein bisschen auf Mittwoch lag. Deswegen war es heute nicht ganz so einfach. Das Ergebnis nehmen wir aber sehr, sehr gerne mit", sagte SC-Abwehrspieler kurz nach Abpfiff am SWR-Mikrofon.
Höfler wird gefeiert
Doch zwischen Jubel und Vorfreude mischten sich bei vielen SCF-Fans am Samstagnachmittag auch Abschiedstränen. Nach seinem letzten Bundesligaspiel und bisher 382 Pflichtspielen für den Verein, verabschiedete sich Nicolas "Chicco" Höfler.
Von Fans und Mitspielern gefeiert, blickte er kurz nach Spielschluss bereits zurück: "Als ich mit 15 Jahren hierhergekommen bin, habe ich relativ schnell den Verein lieben gelernt. Ich habe das alles total mitleben können, was der Verein für Werte an den Tag legt und das hat sich die ganzen Jahre über auch nicht geändert. Ich liebe es hier und bin hier zuhause."
Ein besseres Karriereende, als ein Finale der Europa League mitzuereleben, hätte sich der 36-Jährige wohl nicht erträumen können. "Was in ein paar Tagen ansteht, ist natürlich nochmal ein Highlight", so Höfler. Trainer und Ex-Mitspieler Julian Schuster ergänzte: "Ich freue mich sehr für Chicco, weil es ein würdiger Abschluss ist."
Höfler bleibt SCF erhalten
Mitspieler Matthias Ginter sagte angesprochen auf Höfler: "Er hat eine großartige Karriere gehabt." Und Ginter fügte weiter an: "Vielleicht war er in der Öffentlichkeit ein bisschen unterschätzt. Chicco hat hier in Freiburg über Jahre das Mittelfeld geprägt. Darauf kann er sehr, sehr stolz sein."
Was Höfler nach der Profi-Karriere macht? Offiziell noch nicht bekannt. Klar ist aber schon, dass er seinem SC Freiburg weiter erhalten bleibt. "Wir werden es in ein paar Tagen veröffentlichen", kündigte Höfler bereits an. "Es ist aber nichts total Verrücktes. Ich freue mich darauf."