Bundesliga | Mainz 05

Robin Zentner: "300 Bundesligaspiele mit Mainz 05 sind mein Ziel"

Der Saisonstart in der Bundesliga lief für den 1. FSV Mainz 05 eher durchwachsen. Bei SWR Sport hat Keeper Robin Zentner darüber und seine persönlichen Ziele gesprochen.

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Von Autor/in Achim Scheu

Robin Zentner macht einen entspannten Eindruck, als er am Sonntagabend in der Sendung SWR Sport über den nicht wirklich geglückten Saisonstart von Mainz 05 in der Bundesliga spricht. "Der Gesamteindruck ist viel positiver. Auch die kontinuierliche Unterstützung, der Fan-Zuwachs, die Identifikation, die Präsenz des Vereins in der Stadt - es hat alles zugenommen. Und es ist sehr schön, die Entwicklung zu sehen und seinen Teil dazu beigetragen zu haben", schwärmt der Torhüter des FSV über die letzten, sehr erfolgreichen Monate bei Mainz 05. Zentner will "mit der Mannschaft hoffentlich weiter diese Welle reiten".

Was er und das Team gemeinsam mit Trainer Bo Henriksen in den letzten 18 Monaten geleistet haben, ist enorm: Vom Abstiegskandidaten im Februar 2024 zum Europapokalteilnehmer in der laufenden Saison.

Die Frühform und ein Erfolgserlebnis fehlt

Zwar haben sich die Mainzer für die Ligaphase in der Conference-League qualifiziert und stehen in der zweiten Runde des DFB-Pokals, der Start in die Bundesliga jedoch verlief eher holprig. Drei Spiele - zwei Niederlagen und erst ein Unentschieden. Zuletzt gab es eine 0:1-Heimpleite gegen Leipzig. Für Zentner noch kein Grund zur übertriebenen Sorge. "Ich glaube, es ist wichtig, das richtig einzuordnen. Dass wir am Anfang der Saison stehen, dass wir gegen Leipzig offensiv aber auch zu wenig abgeliefert haben, um ein Bundesliga-Spiel zu gewinnen", analysiert der Torhüter.

Offensiv-Sorgen beschäftigen die Fans

Ein Problem: Der Abgang von Stürmer Jonathan Burkardt zu Eintracht Frankfurt konnte bisher noch nicht wirklich kompensiert werden: "Natürlich kann man Jonny nicht 1:1 ersetzen. Aber wir müssen auch akzeptieren, dass so etwas immer wieder vorkommt. Jedes Jahr verlassen uns gute Spieler, das ist der Weg von Mainz 05. Nichtsdestotrotz haben wir genug Qualität, um das aufzufangen und in der Spitze auch wieder gefährlich zu werden", sieht Zentner auch die Offenisvsorgen eher analytisch, als emotional.

Nach der 200 kommt jetzt die 300 ins Visier

Im Rahmen des Heimspiels gegen Leipzig wurde Robin Zentner für 200 Bundesligaspiele für Mainz 05 geehrt. Seit der U11 spielt der Keeper, der aus dem hessischen Eltville kommt, bei den Rheinhessen. Mehr 05er als Zentner kann man nicht sein. Er identifizert sich voll mit dem Verein und den Werten des Clubs. Seine nächsten Ziele? "Die 300 ins Visier nehmen und mit Mainz 05 das Beste herausholen, was irgendwie geht. Wir haben jetzt zwei sehr erfolgreiche Jahre gehabt".

Neben dem sportlichen Erfolg sieht Zentner aber auch die Probleme, die der Leistungssport Profifußball mit sich bringt: "Das Wichtigste ist natürlich die Gesundheit. Ziele kann man sich stecken, aber am Ende ist es schwer, sich so große langfristige Ziele in einem so kurzlebigen und auf Gesundheit basiertem Geschäft zu stecken".

Teamkollege Stefan Bell gratuliert

Mit Teamkollege Stefan Bell ist auf seinem Weg zur 300 schon ein bisschen weiter als Robin Zentner. "Bello" hat bereits 287 Bundesligaspiele für die Rheinhessen absolviert. In SWR Sport schickte Bell seinem Kumpel ein paar Grußworte, nicht ohne eine schöne Anekdote zum Besten zu geben: Das erste Gegentor in der Bundesliga kassierte Zentner ausgerechnet von Stefan Bell - per Eigentor.