Niederlage bei St. Pauli

Heidenheim hadert - und jetzt kommen auch noch die Bayern

Die Niederlage beim FC St. Pauli ist für den 1. FC Heidenheim ein Rückschlag. Der nächste Gegner ist der wohl schwierigste: der FC Bayern München.

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Stand

Niklas Dorsch warf seine Trinkflasche wütend auf den Boden, Trainer Frank Schmidt haderte in den Katakomben des Stadions mit dem zweiten Gegentor des 1. FC Heidenheim. Nach dem 1:2 (0:1) am Samstag (13.12.2025) beim FC St. Pauli ärgerten sich die Gäste über eine verpasste Chance gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga.

Heidenheim bei St. Pauli: Gegentor in Überzahl "darf nicht passieren"

"Es darf einfach nicht passieren, dass Du in Überzahl das 2:0 bekommst", sagte Schmidt hinterher am Mikro der ARD-Sportschau: "Weil zwei Tore aufholen ist schwierig, und jede Woche in der Nachspielzeit zu treffen, auch wenn die Chancen da waren, geht halt nicht."

Im Unterschied zu den 2:1-Siegen gegen den SC Freiburg und zuvor bei Union Berlin ging Heidenheim dieses Mal als Verlierer vom Platz - und die Aussichten, mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen, sind nicht gerade rosig. Am kommenden Sonntag (21.12.2025, 17:30 Uhr) kommt Rekordmeister FC Bayern München auf die Ostalb, weshalb es durchaus möglich ist, dass der FCH auf einem Abstiegsplatz überwintern muss.

Martijn Kaars trifft gegen den 1. FC Heidenheim doppelt

Welche Bedeutung das Duell mit St. Pauli hatte, macht eine Aussage des Doppeltorschützen Martijn Kaars deutlich, der in der 35. und 53. Minute traf. "Heidenheim war, glaube ich, die wichtigste Mannschaft, gegen die wir gewinnen mussten", sagte der Stürmer: "Das ist perfekt."

Denn die zuvor seit Anfang Oktober sieglosen Gastgeber zogen mit ihrem Erfolg an den Gästen vorbei auf den Relegationsplatz, der FCH rutschte nach seinem Zwischenhoch auf Tabellenrang 17 ab. Dabei spielte die Schmidt-Elf nach der Roten Karte für St. Paulis Abwehrchef Eric Smith wegen einer Notbremse gegen FCH-Stürmer Marvin Pieringer (45.+1) eine Halbzeit lang in Überzahl.

Anschlusstor von Pieringer reicht Heidenheim nicht

Doch statt das Spiel zu drehen, kassierte sie sogar früh das 0:2. Das 2:1-Anschlusstor von Pieringer (64.) war zu wenig. Zwar erspielte sich Heidenheim noch einige weitere Torchancen, traf aber nicht mehr.

"Insgesamt hatten wir die Möglichkeiten und auch den Druck gemacht, um hier mindestens einen Punkt mitzunehmen", erklärte Schmidt. Schlussendlich fehlte aber die Qualität, die gegen Freiburg und Union Berlin noch zu insgesamt sechs Punkten geführt hatte.

Nächster Gegner: der FC Bayern München

Positiv hob Heidenheims Coach die Leistungen von Pieringer und von Mittelfeldspieler Julian Niehues hervor, die nach langwierigen Verletzungen zunehmend zu Aktivposten in seinem Team werden. "Man hat gerade im Ballbesitz gesehen, dass er sehr wichtig für uns sein kann", sagte Schmidt über Niehues. Und Pieringer "war gefühlt überall beteiligt".

Vielleicht können sie dabei helfen, gegen den FC Bayern mal wieder eine Überraschung zu schaffen, wie sie am 6. April 2024 gelang. Damals drehte das Team von der Brenz einen 0:2-Pausenrückstand noch zu einem 3:2-Sieg. Bis heute eines der absoluten Highlights auf dem Schlossberg.