Bundesliga

Atubolu unbezwingbar: Freiburg schießt sich warm für Europa

In Bremen konnte der SC Freiburg mit einem souverän herausgespielten Auswärtssieg glänzen. Mit seiner fünften Strafstoßparade in Serie stellte Noah Atubolu einen Rekord auf.

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Stand

Der bedenkliche Saisonstart des SC Freiburg ist abgehakt. Rechtzeitig vor dem feierlichen Europacup-Auftakt ist das Team von Trainer Julian Schuster nach dem 3:0 am vierten Spieltag bei Werder Bremen wieder in Form und springt in die obere Tabellenhälfte auf Platz sechs.

Bundesligarekord: Noah Atubolu hält fünften Elfmeter in Folge

Vincenzo Grifo nach einem diskussionswürdigen Handelfmeter (33.) und Junior Adamu nach einer feinen Kombination (54.) trafen zunächst für die Breisgauer. Dann kam der Auftritt von Atubolu: In der 59. Spielminute stellte der 23-Jährige einmal mehr seine außerordentlichen Qualitäten unter Beweis. Reaktionsschnell parierte er einen Handelfmeter von Romano Schmid und damit seinen fünften Strafstoß in Serie in der deutschen Eliteliga: Das hat noch nie ein Torwart in der Bundesliga geschafft. Mit dem neuen Bestwert sicherte er den zweiten Saisonsieg der Breisgauer entscheidend ab.

Auf die Frage, ob er denn ein Elfmeter-Killer sei, antwortete Noah Atubolu grinsend: "Dankeschön, ich glaube, das kann man jetzt so sagen. Ich bin unglaublich stolz, dass ich es schaffen konnte, fünf Elfmeter zu halten." Das Strafstoß-Training mit seinem Mannschaftskameraden dürfte sich damit ausgezahlt haben, denn dort habe Atubolu zuletzt einen Elfmeter von Vincenzo Grifo gehalten. "Er wollte noch einen machen, aber ich habe aufgehört, weil ich so ein gutes Gefühl hatte", so der Keeper im Anschluss an die Partie gegen Bremen.

Werder schwächelt, Freiburg mit Rückenwind

Seit über 17 Monaten hat Atubolu also keinen Elfmeter mehr durchgelassen - der Letzte, den er nicht parieren konnte, ging ihm am 27. Januar 2024 durchs Netz. Der Gegner damals: ebenfalls Werder Bremen. Heute allerdings fehlte den Bremern, die nach vier Partien bei vier Punkten stehen, völlig die Durchschlagskraft. Ein Eigentor von Karim Coulibaly (75.) kam noch hinzu.

Dabei hatte das Team von Horst Steffen ebenso wie die Gäste mit viel Selbstbewusstsein das Grün im Weserstadion betreten. Werder spürte nach dem 4:0-Sieg in Mönchengladbach Rückenwind, die Breisgauer, die am Mittwoch im Europacup auf den FC Basel treffen, fühlten sich nach dem 3:1-Erfolg gegen Stuttgart enorm befreit und wollten nachlegen.

Vincenzo Grifo verwandelt umstrittenen Strafstoß

Zunächst taten sich aber beide Mannschaften in der Offensive schwer. Die Freiburger brachten erst in der 18. Minute Adamu einmal aussichtsreich in Abschlussposition, der Österreicher konnte den Ball aber nicht schnell genug kontrollieren. Dann passierte wenig, bis Schiedsrichter Timo Gerach nach einem Einwurf auf den Punkt zeigte und VAR Johann Pfeifer die Entscheidung nicht mehr in Zweifel zog. Werders Cameron Puertas war in Bedrängnis von Maximilian Eggestein der Ball an den Oberarm gesprungen - eine knifflige Entscheidung, die das Spiel in die Freiburger Richtung kippen ließ. Es war ein Nachmittag für die Breisgauer, die sich den Sieg in der Folge nicht mehr nehmen ließen.

SCF-Trainer Julian Schuster: "Mannschaft hat aus Niederlagen gelernt"

Freiburg-Coach Julian Schuster fand daher auch nur lobende Worte für seine Mannschaft nach dem Auswärtssieg: "Wir haben wirklich sehr gut verteidigt und nicht viel zugelassen. Es war in der Summe heute sehr diszipliniert und sehr reif." Aus dem schlechten Saisonstart mit den beiden Auftaktniederlagen habe die Mannschaft viel gelernt und sei gewachsen. "Das ist die Grundlage, um eben auch so einen Turnaround zu schaffen."