Ein Fußball-Feuerwerk war es nicht - das war im DFB-Pokal-Achtelfinale des SC Freiburg gegen Darmstadt 98 aber auch nicht zu erwarten. Es war stattdessen der erwartete Abnutzungskampf gegen einen kämpferischen Zweitligisten, an dessen Ende ein verdienter 2:0 (1:0)-Sieg der Breisgauer stand. Für die Treffer sorgten Vincenzo Grifo per verwandeltem Foulelfmeter (42. Minute) und Lucas Höler (69.). Der Sport-Club erreichte damit erstmals seit der Saison 2022/23 wieder die Runde der letzten Acht.
Vincenzo Grifo: "Der Sieg tut gut"
"Wir haben ein bisschen Geduld gebraucht", sagte Grifo, der vor dem 2:0 die Vorlage geliefert hatte und zum "Man of the Match" gewählt wurde, im ARD-Interview: "Das 1:0 hat dann gut getan, es war der Dosenöffner. Wir sind glücklich, dass wir weitergekommen sind." Der Viertelfinal-Einzug, so der Mittelfeldspieler weiter, tue gut. "Wir haben den Gegner gut analysiert und waren dementsprechend vorbereitet. Schön, dass es geklappt hat."
Der SC Freiburg hat jedenfalls auf das 2:6 beim FC Bayern vor zwölf Tagen eine gute Reaktion gezeigt. Es folgten ein 0:0 in Pilsen in der Europa League, ein 4:0 in der Bundesliga gegen den 1. FSV Mainz 05 und nun eben das 2:0 gegen die Lilien im DFB-Pokal.
Dreimal in Serie ohne Gegentor - auch für Grifo eine bemerkenswerte Statistik. "Die Form stimmt. Wir sind sehr gut drauf und sehr stabil", analysierte der 32-Jährige.
Julian Schuster: "Der Pokal ist ein toller Wettbewerb"
Auch SC-Trainer Julian Schuster war sehr zufrieden mit der abgeklärten Leistung seiner Mannschaft. "Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen. Es war ein verdienter Sieg und ich bin sehr froh über das Weiterkommen", sagte der Coach des Sport-Clubs. "Der Pokal ist ein toller Wettbewerb - wir freuen uns, im neuen Jahr noch dabei zu sein."
Mit der zuletzt gezeigten Stabilität geht Freiburg nun in das baden-württembergische Duell beim 1. FC Heidenheim (Sa., 15:30 Uhr, live in SWR1 Stadion). Diese brauche es auch, so Schuster: "Um in Heidenheim zu gewinnen, musst du körperlich auf Augenhöhe sein, sonst haben sie die Qualitäten, um dir wehzutun", blickte er voraus. "Wir müssen bereit sein zu investieren - und darauf müssen wir uns vorbereiten."
Die vielen Englischen Wochen seien anstrengend, sagte der Trainer, aber Siege würden diese Mühen erleichtern. "Das geht nicht spurlos an uns vorbei, aber wenn die Ergebnisse stimmen, bereitet es große Freude. Deshalb wollen wir weiter diese Ergebnisse einfahren", so Schuster. Am besten schon in Heidenheim.