Fußball EM in der Schweiz

Frauen beim SC Freiburg - Talentschmiede für die internationale Bühne

Die Fußballschule des SC Freiburg gilt in Deutschland als eine "der" Nachwuchs-Kaderschmieden. Auch bei den Frauen ist der SC ein Sprungbrett für die noch größere Bühne.

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Von Autor/in Thomas Bareiß

Im EM-Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Frauen steht aktuell keine Spielerin, die nach der EM noch für den SC Freiburg spielen wird. Allerdings hat ein Sextett die Grundlagen für die große Karriere beim Sport-Club aus dem Breisgau gelegt.

Giulia Gwinn - die Kapitänin

Die 26-Jährige ist klare Leistungsträgerin in der Nationalmannschaft wie auch beim FC Bayern München. Mit dem FCB gewann sie bislang viermal die Deutsche Meisterschaft. Die gebürtige Tettnangerin startete ihre Karriere bei der TSG Ailingen. Über den FV Ravensburg kam sie schließlich nach Freiburg.

Giulia Gwinn vom FC Bayern München ist die Kapitänin der Nationalmannschaft.
Giulia Gwinn vom FC Bayern München ist die Kapitänin der Nationalmannschaft.

Mit 16 Jahren debütierte sie für die Breisgauerinnen in der Bundesliga. Im November 2017, im Alter von 18 Jahren, stand die Defensivspezialistin erstmals für die A-Nationalmannschaft auf dem Rasen. Noch fehlt der Bronzemedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele von Paris und Vize-Europameisterin der ganz große internationale Titel.

Janina Minge - die Abwehrchefin

Die freigestellte Polizeibeamtin wird aller Voraussicht nach in der Innenverteidigung auflaufen. Wobei die gelernte Mittelfeldspielerin selbst gerne offensiver agieren würde. In Lindau am Bodensee geboren, spielte sie zuerst für die TSG Lindau-Zech. Nach Zwischenstationen beim VfB Friedrichshafen und dem FC Wangen 05 wechselte sie zur Saison 2015/2016 schließlich zum SC Freiburg.

Janina Minge ist die "ordnende Hand" in der Abwehr.
Janina Minge ist die "ordnende Hand" in der Abwehr.

Für die Freiburgerinnen absolvierte sie 186 Pflichtspiele, in denen sie 27 Tore erzielte. 2023 feierte Minge ihr Debüt in der Nationalmannschaft. Sie ist die Stellvertreterin von Kapitänin Gwinn.

Sara Däbritz - die Routinierin

Mit 108 Länderspielen ist die Mittelfeldspielerin die erfahrenste im Kader. 2012 kam sie mit 16 Jahren zum SC Freiburg. Drei Jahre spielte sie für den SC, bevor die gebürtige Ambergerin weiterzog. Nach dem FC Bayern München, Paris St. Germain und Olympique Lyon unterschrieb sie zuletzt einen Zweijahresvertrag bei Real Madrid.

Sarah Däbritz - die Erfahrenste hat keinen Stammplatz mehr.
Sarah Däbritz - die Erfahrenste hat keinen Stammplatz mehr.

2016 holte Däbritz mit der DFB-Auswahl Gold bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro. Mit Lyon gelangen ihr zuletzt sechs Titel in drei Jahren, darunter drei Meisterschaften. Die 30-Jährige war 2013 Europameisterin, hat aber aktuell keinen Stammplatz mehr. 

Cora Zicai - das Küken

Das Sturmtalent hat ihre Muskelbeschwerden rechtzeitig auskuriert und darf als Jüngste im DFB-Team zur EM fahren. Die 20-Jährige wird nach der EM vom SC Freiburg zum VfL Wolfsburg wechseln.

Die gebürtige Freiburgerin begann bereits mit fünf Jahren bei den Sportfreunden Eintracht Freiburg mit dem Kicken. In der vergangenen Saison war sie mit acht Treffern die Top-Scorerin und Top-Torschützin bei den Breisgauerinnen.

Klara Bühl - die Linksaußen

Bereits mit 15 Jahren spielte sie für den SC in der Bundesliga. Bis 2020 kannte die heute 24-Jährige nur den SC Freiburg. Dann kam für sie der Wechsel zum FC Bayern München. Die Flügelstürmerin ist beidfüßig, schnell und dribbelstark.

Klara Bühl ist eine der Leistungsträgerinnen der Nationalmannschaft.
Klara Bühl ist eine der Leistungsträgerinnen der Nationalmannschaft.

Ihr Debüt für Deutschland gab sie 2019. In 67 Länderspielen für die A-Nationalmannschaft erzielte Bühl bislang 28 Tore. Nach Gerüchten über einen Wechsel zum FC Barcelona verlängerte Bühl im März ihren Vertrag beim FC Bayern bis zum Sommer 2027. Fun Fact: In ihrer Freizeit häkelt sie gerne.

Rebecca Knaak - die Spätberufene

Ihr Debüt als A-Nationalspielerin gab sie am 21. Februar 2025 in Breda gegen die Nationalmannschaft der Niederlande (2:2). Seit Anfang dieses Jahres spielt die Innenverteidigerin für Manchester City.

Rebecca Knaak wurde erst im Alter von 28 Jahren in die Nationalmannschaft berufen.
Rebecca Knaak wurde erst im Alter von 28 Jahren in die Nationalmannschaft berufen.

Im Alter von 21 Jahren wechselte sie 2017 von Bayer Leverkusen zum SC Freiburg und blieb vier Jahre lang an der Dreisam, bevor es für sie zum FC Rosengard ging. Mit dem schwedischen Top-Klub durfte die gebürtige Adenauerin zwei Meisterschaften feiern. Knaak hat übrigens ein abgeschlossenes Master-Studium in Psychologie - Abschlussnote 1,5.