DFB-Pokal

SC Freiburg startet ohne Atubolu gegen Darmstadt

Wenn der SC Freiburg gegen Darmstadt 98 versucht, ins Viertelfinale des DFB-Pokals einzuziehen, wird Stammkeeper Noah Atubolu zunächst zuschauen.

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Der SC Freiburg tritt im Achtelfinale am Mittwoch (18.00 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de) gegen Darmstadt 98 als Favorit und ohne Stammtorhüter Noah Atubolu an. Ersatzkeeper Florian Müller war schon in der Runde zuvor bei Fortuna Düsseldorf (3:1) im Einsatz.

Freiburg träumt von Berlin und schaut auf Darmstadt

"Wir werden den Gegner nicht unterschätzen und bereiten uns genauso vor wie in der Bundesliga oder der Europa League", sagte Freiburgs Trainer Julian Schuster mit Blick auf die Begegnung gegen den Zweitliga-Fünften vor den erwarteten 30.000 Zuschauern: "Wir erwarten einen Gegner, der sehr viel Selbstvertrauen mitbringt. Sie sind eingespielt und haben klare Abläufe. Es gibt sehr viele gute Gründe, fokussiert zu sein."

Die Sehnsucht, nochmal zum DFB-Pokalfinale nach Berlin zu reisen ist groß. Doch so weit will Schuster gar nicht denken: "Es wird wichtig sein, dass du nicht irgendwelche Träumereien hast", sagte Schuster. "Natürlich trittst du im Pokal nicht an, um zu sagen, du möchtest bis ins Viertelfinale kommen. Wir haben genügend Jungs im Kader, die dieses große Spiel in Berlin schon spielen durften. Es wäre aber vermessen, drei Runden weiterzudenken."

Freiburgs schlechte Erfahrungen mit der Favoriten-Rolle

2022 hatten die Freiburger unter Schusters Vorgänger Christian Streich das DFB-Pokal-Endspiel erreicht, das sie im Elfmeterschießen gegen RB Leipzig verloren. In den vergangenen beiden Jahren ereilte die Badener ein frühes Aus, obwohl sie beide Male die Favoriten-Rolle hatten. 2023 verlor der Sport-Club in der zweiten Runde gegen Zweitligist SC Paderborn, 2024 war im Achtelfinale gegen den damaligen Drittligisten und späteren Finalisten Arminia Bielefeld Schluss.

Auch deswegen liegt der volle Fokus auf dem Team aus Darmstadt, das in der 2. Liga als Fünfter nur einen Punkt hinter dem Aufstiegs-Relegationsrang liegt. Schuster verteilte ein "großes Kompliment" an seinen Trainer-Kollegen Florian Kohlfeldt. "Es sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch erfolgreich", sagte der SC-Coach über das Spiel der Hessen. "Sie haben klare Abläufe, können sich dem Gegner anpassen und sind sehr flexibel." Er rechne mit einem Gegner, der mit "viel Selbstvertrauen" antrete.

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Michael Richmann
Michael Richmann ist Sportredakteur, Podcast- und Feature-Autor für SWR Sport und SWR Kultur.

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