Bundesliga

"Das tut im Moment am ärgsten weh" - SC Freiburg hadert mit Niederlage in Frankfurt

Der SC Freiburg zeigte bei Eintracht Frankfurt eine gute Leistung, hatte gute Chancen - doch dann waren da diese beiden Szenen.

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Von Autor/in Michael Richmann

Zwei Szenen, die den Spielern des SC Freiburg nach der 0:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt im Gedächtnis hängen geblieben sind, die ihnen im Kopf herumspuken und mit denen sie hadern. "Ein Stück weit symptomatisch", sagte Freiburgs Trainer Julian Schuster im Interview mit SWR Sport und meinte damit den Kopfball von Igor Matanovic in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als der Ball erst an den Innenpfosten und dann eben nicht ins Tor, sondern direkt in die Hände von Eintracht-Keeper Michael Zetterer sprang.

SC Freiburg ärgert sich über das "zu einfache" Gegentor

"Eine Misskommunikation", sagte Igor Matanovic und meinte damit den Fehlpass von Matthias Ginter, der in der 64. Minute das 0:1 einleitete. "So etwas wird von Topteams eiskalt bestraft." So war die Niederlage "am Ende leider verdient". Darum war die Rückkehr des Stürmers zu einem Ex-Verein auch "sehr enttäuschend, weil deutlich mehr drin gewesen wäre".

SC Freiburg in der ersten Halbzeit mit hochkarätigen Chancen

Bis dahin hat der SC Freiburg sehr viel richtig gemacht: "Wir haben einen sehr guten Aufbau gespielt, haben Frankfurt nicht in so viele Pressing-Aktionen kommen lassen. Auch wir haben gut gepresst und Frankfurt zu vielen Fehlern gezwungen" sagte Matanovic. "Leider haben wir nicht mehr daraus gemacht."

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Auch Chefcoach Schuster attestierte: "Wir haben sie genau dahin gebracht, dass immer wieder eine gewisse Verunsicherung da war." Auch Grifo hatte kurz nach der Pause eine riesige Chance, den SC Freiburg in Führung zu bringen. Der 32-Jährige scheiterte nicht am Innenpfosten, sondern an Zetterers starker Reaktion. "Da hätten wir gnadenloser zuschlagen müssen. Das haben wir verpasst", ärgerte sich Schuster.

SC Freiburg verliert Boden im Rennen um die Europapokal-Plätze

Der Sport-Club hätte sich von Frankfurt absetzen und näher an Bayer Leverkusen heranrücken können, die nach dem 1:1 gegen Mainz im Kampf um die Europapokal-Plätze sieben Punkte vor den Breisgauern stehen. Stattdessen hat Eintracht Frankfurt die Freiburger überholt.

Dass Matanovic, Grifo und Co. ihre zahlreichen Chancen nicht genutzt haben, "tut im Moment am ärgsten weh", gestand Schuster. "Die Möglichkeiten waren da. Wir hätten ihnen richtig wehtun können. Das haben wir nicht getan. Das müssen wir uns vorwerfen. Aus diesem Grund haben wir das Spiel verloren."

SC Freiburg will dranbleiben

War es das jetzt im Kampf um den Europapokal? "Auf gar keinen Fall", platzte es aus Matanovic heraus. "Bis zum letzten Spiel ist alles offen. Natürlich haben wir jetzt schon einen Abstand zu den oberen Teams. Trotzdem wollen wir da voller Selbstbewusstsein oben angreifen. Nächste Woche [Samstag, 15:30 Uhr] kommt Leverkusen, das wird mindestens genauso schwer. Aber auch da heißt es: voller Selbstbewusstsein angreifen."