Nationalmannschaft

Glückliche Gesichter im Breisgau: Klopp nominiert vier Spieler vom SC Freiburg

Bundestrainer Jürgen Klopp hat gleich vier Spieler des SC Freiburg für die deutsche Nationalmannschaft nominiert. Die Freude war bei Yannik Engelhardt und Co. riesig.

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Von Autor/in Michael Richmann

"Meine Mutter hat es erst nicht geglaubt. Die dachte, ich wollte sie veräppeln", sagte der Noch-nicht-ganz-Nationalspieler Yannik Engelhardt im Interview mit SWR Sport. Denn Nationalspieler ist man erst, wenn man das DFB-Trikot auch wirklich getragen hat. Doch seit Donnerstag ist es offiziell: Engelhardt gehört zu dem erlauchten Kreis, den Bundestrainer Jürgen Klopp für die anstehenden Länderspiele nominiert hat.

Zwischen dem 24. September und 4. Oktober stehen für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gleich vier Nations-League-Partien an. Klopp hatte Engelhardt am vergangenen Wochenende darüber informiert, dass er dabei sein wird. "Meine Frau hat mehr oder weniger mitgehört, die konnte es auch nicht fassen", sagte der 25-Jährige, der in der laufenden Saison mit zwei Toren und zwei Vorlagen in fünf Spielen auf sich aufmerksam machte. "Dann waren meine Eltern und ihre Eltern dran, mit meinen Großeltern zusammen. Und die haben sich natürlich auch sehr gefreut."

Klopp nominiert vier Freiburger

Erst danach war der Kopf frei für die Mitspieler. Denn mit Engelhardt, Rechtsverteidiger Philipp Treu, Innenverteidiger Max Rosenfelder und Flügelflitzer Derry Scherhant hat der Bundestrainer gleich vier Spieler des Sport-Clubs in seinen XXL-Kader geholt. "Dass es so schnell schon klappt, ist natürlich überragend", sagte Treu, "Aber es ist auch ein Belohnung für die ganze Mannschaft. Ich meine, die haben uns mit solchen Siegen - sechs in der Folge sind es ja jetzt - ins Rampenlicht gespielt."

Philipp Treu: "Ein Stück weit surreal"

Jürgen Klopps Info kam bei Treu per Handy: "Während der Zweitliga-Konferenz hat er dann angerufen, und dann haben wir ein bisschen gequatscht." Es sei "ein Stück weit surreal". Der 25-Jährige war "vielleicht ein bisschen nervös am Anfang. Aber das hat sich dann im Gespräch auch schnell gelegt". Nun freue er sich auf die große Bühne: "Wer mich kennt, der weiß, ich will Gas geben und zeigen, wer der Philipp Treu aus Freiburg ist."

Philipp Treu hat bislang noch kein A-Länderspiel bestritten, sich in Freiburg im Verlauf der vergangenen Saison aber zum Stammspieler gemausert. Auf der Position des rechten Verteidigers, die er bekleidet, war die Auswahl für das deutsche Nationalteam zuletzt überschaubar. Sollte Klopp den bisherigen Kapitän Joshua Kimmich vom FC Bayern München künftig wieder ins zentrale Mittelfeld beordern, könnte das auch die Chancen des Freiburgers Treu erhöhen.

Rosenfelder will sich "mit den Besten messen"

Max Rosenfelder habe "ehrlicherweise nicht unbedingt damit gerechnet". Umso größer die Freude, als das Handy klingelte: "Der Anruf kam dann, als ich mit dem Hund draußen war." Dann hat der 23-Jährige mit dem Bundestrainer ebenfalls "ein bisschen gequatscht".

Vier Nationalspieler bei der deutschen Nationalmannschaft, "das ist eine Besätigung für den Verein", meint Rosenfelder im Gespräch mit SWR Sport. In der Länderspielpause wollte er versuchen, "einfach alles aufzusaugen, zu genießen und sich mit den Besten zu messen". Und eines haben die Freiburger Debütanten mit dem Bundestrainer gemeinsam: "Dass er selber gespannt ist, wie die Abläufe sind, weil es für ihn ja auch das erste Mal ist."

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Autor/in
Michael Richmann
Michael Richmann ist Sportredakteur, Podcast- und Feature-Autor für SWR Sport und SWR Kultur.
Das Interview führte
Anna Klär