Gesundheitspush per Video-Botschaft

Wie Freiburgs Noah Atubolu dem Jungen Samuel half, den Tumor zu besiegen

Freiburg-Keeper Noah Atubolu hat dem 13-jährigen Samuel eine Video-Botschaft nach dessen Tumor-Operation geschickt. Am Sonntag haben sich die beiden im Stadion getroffen.

Teilen

Stand

Von Autor/in Michael Richmann

Als Samuel seinen Blick durchs Stadion schweifen ließ, war er glücklich. Dass sein SC Freiburg nicht über ein 1:1 gegen die TSG Hoffenheim hinauskam, war dem 13-Jährigen ziemlich egal. Er hatte nur Augen für Noah Atubolu. Samuel hielt ein Plakat in den Händen - wie so viele. Die Meisten hoffen auf irgendwelche Souvenirs ihrer Helden.

Samuel nicht. Er schrieb: "Danke Atubolu!!! Ich habe es geschafft und wir sind wieder zusammen im Stadion." Für Samuel war das keineswegs selbstverständlich. Auch Atubolu sagte: "Wenn ich ihn jetzt hier im Stadion sehe, dann ist das krass." Denn im November 2024 hatten Ärzte bei Samuel einen bösartigen Tumor im Oberarm gefunden. Weihnachten verbrachte der Junge im Krankenhaus.

Torwart in Pfaffenweiler, den SC-Freiburg-Keeper als Idol

Einen Tag nach der Operation hatte der U21-Nationalkeeper ihm eine Video-Botschaft geschickt, darin wünschte er "ganz viel Kraft und gute Besserung", prognostizierte, "auch du wirst diese Zeit überstehen" und versprach, "sobald du das durchgestanden hast, werden wir uns sehen".

Tobias Willi stellte den Kontakt zu Atubolu und zum SC Freiburg her

Samuel ist Torwart beim VfR Pfaffenweiler, Atubolu ist sein Idol. Der Torwart erfuhr von der Operation, weil der VfR Pfaffenweiler auch der Jugendverein des ehemaligen Sport-Club-Verteidigers Tobias Willi (133 Spiele, zwei Tore, zwölf Vorlagen) ist. Willi stellte auch den Kontakt her. "Wenn wir solche Sachen sehen, sehen wir einfach, dass es noch wichtigere Sachen [als Fußball] gibt", sagte Atubolu nach dem Remis gegen Hoffenheim. "Und wenn ich das gerade sehe, macht mich das glücklich, denn ich konnte ihm helfen, und wenn es am Ende nur ein Prozent sind. Es sind am Ende so kleine Sachen, die so einen kleinen Jungen pushen."

Der Push hat geholfen. Die Operation verlief erfolgreich. Samuel gilt nach Angaben seines Vaters Kay als geheilt. Der Kick gegen Hoffenheim war das erste Mal, dass Samuel wieder im Stadion war - auf der Tribüne, mit seinem Plakat, im Gespräch mit seinem Idol und ohne den bösartigen Tumor. Und noch eins versprach Atubolu, als er sich auf dem Weg in die Kabine mit Samuel unterhielt: Die beiden werden sich wiedersehen.