Nach dem Aufstieg in die 3. Liga kann die SG Sonnenhof Großaspach auch den Sieg im WFV-Pokal feiern. Mit einem kaum gefährdeten 4:1-Sieg holte sich das Team von Trainer Pascal Reinhardt zum dritten Mal nach 2009 und 2025 den begehrten Pokal und einen Platz im Lostopf in der ersten Runde des DFB-Pokals.
Michael Kleinschrodt hatte Großaspach in Führung geschossen (28.). Dem 2:0 kurz vor der Pause verweigerte Schiedsrichter Roman Reck jedoch die Anerkennung, obwohl der Ball nach Kleinschrodts Kopfball klar hinter der Linie war. So ging Großaspach mit der knappen Führung in die Pause.
Kickers plötzlich in Unterzahl
In der zweiten Halbzeit wurde Kickers-Angreifer Melkamu Frauendorf zum Unglücksraben: Erst verursachte er den Foulelfmeter an Jan Elias Rahn, den Fabian Eisele zur 2:0-Führung verwandelte (64.). Dann rasselte der 22-Jährige Kopf-an-Kopf mit Rahn zusammen und wurde dafür von Schiedsrichter Reck vom Platz gestellt (71.). Eine harte Entscheidung - vor allem, weil es eher so aussah, als sei Rahn in Richtung Frauendorf gesprungen und nicht umgekehrt.
Zwar konnte Mario Borac mit seinem traumhaften Kopfball-Tor noch einmal für etwas Hoffnung sorgen (76.). Doch anstelle einer Aufholjagd sahen die 8.533 Zuschauer auf der Waldau das 3:1 von Mert Tasdelen (78.).
Kickers-Fans sorgen für Eklat in der Schlussphase
In der Schlussphase wurde es hässlich: Mehrere Kickers-Fans kletterte über den Zaun geklettert und versuchten, den Platz zu stürmen. Schiedsrichter Reck schickte beide Teams daraufhin in die Kabine (88.). Nach mehr als zehn Minuten konnte er das Spiel wieder anpfeifen. Tasdelen ließ sich von der Unruhe jedoch nicht beeindrucken. Er zirkelte den Ball in der Nachspielzeit von der Strafraumkante zum 4:1-Endstand ins lange Eck (90.+2).
Doppeltorschütze Kleinschrodt entschuldigt sich bei den Kickers-Fans
Erst nach dem Spiel klärte sich auf, was den Zorn der Kickers-Fans entfacht hatte: "Es waren ein paar Beleidigungen mir gegenüber und Bierbecher wurden geworfen", sagte Doppeltorschütze Kleinschrodt. "Nun ja, ich hab denen dann ein Herz gezeigt." Er schob jedoch hinterher: "Ein kurzes Sorry noch. Das hätte ich nicht machen müssen. Aber ich hoffe, dass sich die Gemüter wieder beruhigt haben."