Die wichtigste Personalie für die Zukunft wurde bereits verkündet. Trainer Dominik Glawogger bleibt Cheftrainer beim SV Waldhof, wird die Mannheimer auch in der neuen Saison betreuen. Der 35-Jährige hatte zunächst nur einen Kontrakt bis zum Ende der abgelaufenen Saison am Alsenweg und für die Zeit danach schon länger ein Arbeitspapier im Nachwuchsleistungszentrum von Jahn Regensburg in der Tasche.
Nach dem sportlichen Husarenstück des Österreichers, der erst im April für Bernhard Trares gekommen war, mit dem fast nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt der Waldhöfer war aber klar, dass die Verantwortlichen mit "Retter" und Taktik-Fuchs Glawogger weitermachen wollten, entsprechende Verhandlungen mit Regensburg führten zu einer einvernehmlichen Lösung: "Er hat in der angespannten Situation des Abstiegskampfs Ruhe bewahrt und uns zum Klassenerhalt geführt", so Gerhard Zuber, Mannheims Geschäftsführer Sport, nach der Vertragsunterschrift am Montag.
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Dominik Glawogger wird auch in der kommenden Saison Trainer des SV Waldhof Mannheim bleiben. Kurioserweise waren dazu erst mal Verhandlungen mit einem anderen Klub nötig.
Asallari und Iwe die ersten beiden Neuzugänge
Nach der geglückten Wunschlösung der Trainerfrage ist jetzt auch der Weg frei für die intensive Kaderplanung beim SV Waldhof. Mit Kushtrim Asallari wurde der erste Neuzugang präsentiert. Der 22-jährige Außenbahnspieler kommt von der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach und soll mit seinem fußballerischen Talent und seiner Schnelligkeit für neuen Offensivschwung sorgen. "Wir wollen mehr Torgefahr über die Flügel und aus der Distanz", so Gerhard Zuber über Asallari.
Mit Emmanuel Iwe vom Nachbarn SV Sandhausen folgte der zweite Neue für die Waldhof-Offensive. Der 24-jährige US-Amerikaner ist ein schneller Flügelstürmer, der in der vergangenen Saison in Sandhausen sieben Scorerpunkte sammelte. "Er bringt Schnelligkeit und Robustheit mit", so Geschäftsführer Zuber in einer Pressemitteilung.
Jascha Brandt verstärkt die Offensive
Aus der U23 des SC Paderborn wechselt der gebürtige Bremer Jascha Brandt zum SVW. Der gelernte Stürmer absolvierte in der Regionalliga West 27 Spiele und steuerte dabei elf Scorerpunkte bei. Die Devise der Mannheimer scheint klar: die Offensive muss in der kommenden Saison besser werden!
Schließlich waren die Offensivbemühungen in der vergangenen Saison viel zu selten von Erfolg gekrönt, mit ein Grund warum das Team im Tabellenkeller landete. 43 Treffer in 38 Spielen waren eine schwache Bilanz, nur Schlusslicht Unterhaching schoss noch weniger Tore (40).
Von den bisherigen Offensivkräften haben Kelvin Arase, Adrian Fein und Martin Kobylanski den Verein verlassen, ihre Verträge wurden nicht verlängert. Stürmer André Becker kehrte zu seinem Stammverein Arminia Bielefeld zurück.
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Abwehrstrategen Klünter, Sechelmann und Rieckmann bleiben
Deutlich leistungsstärker als im Angriff präsentierte sich der SV Waldhof in der Defensive mit lediglich 45 Gegentreffern, nur drei Teams in der 3. Liga standen letzte Saison stabiler. Umso zielführender, dass die Mannheimer die Verträge mit den Defensivstrategen Lukas Klünter, Tim Sechelmann und Jonas Rieckmann verlängern konnten. Vor allem die weitere Zusammenarbeit mit Kapitän Klünter ließ viele Waldhof-Fans aufatmen. Der frühere Bundesligaspieler von Köln und Hertha BSC war ein ganz wichtiger Faktor in Sachen Klassenerhalt.
Mit Ausnahme von Schalke-Leihgabe Henning Matriciani bleibt also die Defensivabteilung in Mannheim zusammen. Der in Mannheim überzeugende Zweikämpfer Matriciani kehrte nach Gelsenkirchen zurück.
Auch Keeper Hawryluk hat verlängert
Der Verein gab auch die Vertragsverlängerung mit Keeper Lucien Hawryluk bekannt. Der 24-Jährigen gilt als hochtalentiert und spielt bereits seit 2021 für die Mannheimer. Nach einer für ihn schwierigen letzten Saison will der frühere Dortmunder jetzt neu durchstarten. "Lucien bringt insgesamt ein sehr komplettes Torwartspiel mit auf den Platz. Er ist immer noch ein junger Torhüter, der nicht am Ende seiner Entwicklung ist", so Mathias Schober, der Sportdirektor der Mannheimer.
Niemann für Stammkeeper Bartels?
Noch nicht geklärt ist die Zukunft von Hawryluks Torhüter-Kollegen Jan-Christoph Bartels. Auch der Vertrag des Stammkeepers ist zum Saisonende ausgelaufen. Die Bekanntgabe der Verpflichtung des 20-Jährigen Jan Niemann spricht dafür, dass Bartels, ebenso wie Omer Hanin den Waldhof verlassen wird.
Der 1,99m große Niemann wechselt von Teutonia Ottensen nach Mannheim und hat dort bereits unter Waldhofs neuem Torwarttrainer Nils Segelken gearbeitet. Segelken löst Florian Beck nach zwei Jahren in Mannheim ab und kommt aus der Nachwuchsabteilung des FC St. Pauli in die Kurpfalz.
Christian Bönig neuer Leiter der Lizenspielerabteilung
Neben dem neuen Spielerkader arbeiten die Waldhöfer auch weiter an ihren organisatorischen Strukturen. Mit Christian Bönig wurde am Mittwoch ein neuer Leiter der Lizenzspielerabteilung vorgestellt. Er soll sich ab 1. Juli um die Organisation und Koordination rund um die Drittliga-Mannschaft kümmern. Bönig war in der Vergangenheit unter anderem als Teammanager beim FC St. Pauli, bei Hannover 96 und beim 1. FC Nürnberg tätig.
Trainingsstart am 23. Juni - mit neuem Athletiktrainer
Am 23.06. soll es dann auch auf den Trainingsplätzen am Alsenweg wieder rund gehen. Für diesen Tag ist der Trainingsauftakt des neuen Teams geplant. Dann wird auch der neue Leiter Athletik mit dabei sein. Der 48-jährige Klaus Luisser übernimmt ab sofort die Position.