"Gemütlich anfangen bitte," wünschte sich Christian Ilzer noch, beim Interview vor seiner ersten kompletten Saison als Trainer der TSG Hoffenheim. "Keine aggressiven Fragen, ich bin noch nicht so drin."
Ilzer ist beim Trainingsauftakt der TSG am Sonntag in Zuzenhausen also noch im Urlaubsmodus, die Sommerpause habe gut getan: "Alle haben den Urlaub genossen, haben Zeit mit den Familien verbracht und die Akkus aufgeladen. Diese Energie müssen wir jetzt mitnehmen in die Vorbereitung."
Hoffenheim-Kader steht noch vor großen Veränderungen
24 Feldspieler und drei Torhüter absolvierten die erste Einheit am Sonntag vor rund 1.000 Fans. Der Kader enthält aktuell noch wesentlich mehr Spieler: Fast 40 Profis stehen in Hoffenheim derzeit unter Vertrag. Sportchef Andreas Schicker betonte bereits, dass man zügig beginnen wolle, erste Entscheidungen bezüglich Abgängen zu treffen. Auch Christian Ilzer weiß: "Eine der ersten großen Aufgaben wird sein, diese Gruppe zu reduzieren und daraus eine schlagkräftige Truppe für die Saison zu formen", so der Österreicher.
Fußball | TSG 1899 Hoffenheim Kader zu groß: Hoffenheim-Sportchef Schicker plant Veränderungen
Zum Start der Saisonvorbereitung stehen bei der TSG Hoffenheim fast 40 Profis unter Vertrag - zu viele findet Sportchef Andreas Schicker. Es sei Zeit, das zu ändern.
Zu einzelnen Spielern wolle er aber "keine Wasserstandsmeldungen, oder Zu- und Absagen verteilen. Das kommt alles in den nächsten Wochen", so Ilzer gegenüber SWR Sport. "Im Groben hat man seine Vorstellungen und Eindrücke aus der letzten Saison, die hat man jetzt verarbeitet. Jetzt müssen wir einen doppelten Schlussstrich unter die Saison ziehen und nach vorne schauen."
Etwas anderes bleibt den Hoffenheimern auch nicht übrig. Den Klassenerhalt schaffte die Mannschaft von Christian Ilzer vergangene Saison nur knapp. Ilzer blickt dennoch positiv auf die neue Spielzeit: "Eine neue Saison ist auch eine neue Chance und mit diesem Motto sind wir heute losgestartet."
Ein konkretes Ziel für die kommende Saison kann der Hoffenheim-Coach jedoch noch nicht ausmachen: "Du gehst als Trainer natürlich mit Zielen rein, aber das sind keine Ergebnisziele. Wenn die Zeit reif ist, werden wir uns als Team klare Ergebnis- und Handlungsziele setzen."
Hoffenheim trifft gleich zu Beginn auf Leverkusen, Frankfurt und Bayern
Fest steht bereits jetzt, dass auf die TSG ein strammes Auftakprogramm wartet: In der Bundesliga treffen die Kraichgauer an den ersten vier Spieltagen auf Leverkusen, Frankfurt, Union Berlin und Rekordmeister Bayern München. Ihnen sei bewusst, dass das kein leichtes Startprogramm sei, so Ilzer. "Aber es ist nun mal kein Wunschkonzert. Am Ende spielst du gegen jeden zweimal."
Mit der fanstarken Hansa Rostock habe man auch in der ersten Runde des DFB-Pokals "ein spannendes Los", so Ilzer. "Und trotzdem hat man das extrem attraktive Ziel, am Ende nach Berlin fahren zu wollen. Dafür brauchst du fünf Spiele und da heißt es, diese erste große Hürde gegen Rostock zu meistern."