Der 21-jährige Keeper soll dem KSC Berichten zufolge eine Ablösesumme zwischen vier und fünf Millionen Euro einbringen. Viel Geld für das Eigengewächs, das bei den Badenern seit 2019 die Nachwuchsteams durchlaufen und sich über die U17 und U19 bis zum jüngsten Stammtorwart der 2. Bundesliga hochgearbeitet hatte. In der vergangenen Saison absolvierte Weiß jede Pflichtspiel-Minute im Team von Cheftrainer Christian Eichner.
Max Weiß: "Bedanke mich für das Vertrauen"
"Ich war jetzt sechs Jahre beim KSC und habe jeden einzelnen Moment genossen, gekrönt mit meiner ersten Saison als Nummer eins. Ich bedanke mich für das Vertrauen, das alle beim KSC in mich gesteckt haben, und für die tolle Zeit", sagte Weiß selbst zu seinem Wechsel. Nach Informationen von SWR Sport hat sich der junge Schlussmann am Mittwochmittag (25.06.) von Mannschaft, Staff und Mitarbeitern verabschiedet.
Eine Paradebeispiel für die neue Strategie des KSC
Sportlich ist der Abgang des Torhüter-Talents eine herbe Schwächung, allerdings stützt er die neue Strategie des KSC, bei der mit zusätzlichen Einnahmen aus dem Sport wiederum nachhaltig in diesen Bereich investiert werden soll, um die Wahrscheinlichkeit für sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg zu erhöhen.
Michael Becker ist "stolz" auf den Transfer
Trotzdem schmerzt der Verlust. "Den Abgang von Max Weiß sehen wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge", sagte Michael Becker, Sprecher der Geschäftsführung. "Wir haben aber auch immer klar kommuniziert, dass wir zukünftig Transfererlöse benötigen, um unsere ambitionierten Ziele schrittweise zu erreichen. Mit diesem Transfer ist uns dies erstmalig als direkte Folge aus dem Strategiewechsel gelungen. Darauf können alle Beteiligten stolz sein."
Mario Eggimann: "Suche nach Nachfolger läuft auf Hochtouren"
Ähnlich sieht es Mario Eggimann, Geschäftsführer Sport des KSC. "Wir wussten, dass jederzeit ein Angebot für Max eintreffen könnte, und möchten ihm den Wechsel in die Premier League, seinen großen Traum, nicht verwehren", sagte der frühere Profi. "Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits auf Hochtouren und wir sind überzeugt, einen adäquaten Ersatz zu finden."