Fußball | Bundesliga

Vom Abstiegskampf zum Topspiel: TSG-Coach Ilzer will "Erfolgsmaschine" werden

Die Hoffenheimer spielen gegen Eintracht Frankfurt. Beide Teams sind mit jeweils einem Sieg im DFB-Pokal und in der Bundesliga in die Saison gestartet. Auf die Fans wartet ein Topspiel.

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Von Autor/in Stefan Sander

Das Fußballgeschäft kann so schnelllebig sein: Vor ein paar Monaten stand die TSG Hoffenheim kurz vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga. Damals wurde TSG-Trainer Christian Ilzer stark kritisiert und es gab Gerüchte um mögliche Trainer-Nachfolger. Mittlerweile hat sich die Situation geändert. Hoffenheim hat acht von acht Testspiele in der Sommervorbereitung gewonnen. Im DFB-Pokal wurde Hansa Rostock auswärts souverän mit 4:0 geschlagen und in der Bundesliga gab es beim Vize-Meister Bayer Leverkusen einen etwas überraschenden 2:1-Erfolg.

Jetzt treffen die Hoffenheimer im ersten Heimspiel der Saison auf Eintracht Frankfurt. Das Team von SGE-Trainer Dino Toppmöller hatte zuletzt Werder Bremen souverän mit 4:1 besiegt und die Fehler des Gegners gnadenlos ausgenutzt. Die Frankfurter sind im Spiel gegen die TSG eventuell leichter Favorit, aber die Hoffenheimer haben gegen Leverkusen bereits gezeigt, dass sie Spitzenteams schlagen können.

Ilzer zur neuen Situation mit TSG-Topspiel

Wenn man die Bundesliga-Ansetzungen am Samstag betrachtet, kann man bei der Partie Hoffenheim gegen Frankfurt durchaus von einem Topspiel sprechen. Für Christian Ilzer ändert sich dadurch aber nichts, auch wenn die TSG deutlich besser da steht als in der Vergangenheit. "Die Jungs wissen Bescheid, was wir uns erarbeitet haben, aber genauso wissen sie, dass wir weiter machen müssen", sagte der TSG-Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Wir wollen eine konstante Erfolgsmaschine werden."

Wann bekommt Hoffenheims Damar die Chance in der Bundesliga?

In der Offensive hatten am ersten Spieltag Fisnik Asllani und Tim Lemperle starke Leistungen gezeigt. Asllani kam nach seiner Leihe aus Elversberg zurück und Lemperle wurde vom 1. FC Köln verpflichtet. Beide trafen direkt gegen Leverkusen. Muhammed Damar saß dagegen 90 Minuten auf der Bank. Der Mittelfeldspieler war wie Asllani aus Elversberg zurückgekehrt und hatte in der Vorbereitung gute Leistungen gezeigt. Im DFB-Pokal spielte Damar knapp zehn Minuten und gegen die Werkself gar nicht.

Trainer Ilzer macht Damar allerdings Hoffnung auf mehr Einsatzzeiten. "Er ist ganz nah dran. Ich habe jetzt mehr als Elf Spieler, die für die Startelf infrage kommen." Laut ihm habe Muhammed Damar mit Andrej Kramarić einen Konkurrenten, der sehr erfahren sei. Aus diesem Grund müsse sich Damar noch etwas gedulden. Der Mittelfeldspieler verhalte sich aber höchst professionell und zeige gute Trainingsleistungen.

Hajdari neu bei TSG - Grillitsch verlässt TSG Hoffenheim

Im Spiel gegen Eintracht Frankfurt muss die TSG Hoffenheim den Ausfall von Abwehrspieler Kōki Machida kompensieren. Der Japaner hatte sich gegen Bayer Leverkusen das Kreuzband gerissen und wird der TSG lange fehlen. Daraufhin haben die Kraichgauer auf dem Transfermarkt reagiert und Albian Hajdari verpflichtet. Der Schweizer Nationalspieler sei laut Ilzer "bereit" für das Spiel gegen Frankfurt. Man habe ihn schon länger beobachtet und sei bereits im Austausch gewesen.

Auch Wouter Burger hatte sich in der Partie gegen die Werkself verletzt. Er könnte aber gegen die Eintracht bereits wieder im Kader stehen. Wer den Hoffenheimern dagegen nicht mehr zur Verfügung stehen wird, ist Florian Grillitsch. Der 30-Jährige verlässt die TSG und wechselt nach Portugal zu Sporting Braga. Grillitsch war 2017 nach Hoffenheim gekommen und spielte zuletzt bei den Planungen des Vereins keine Rolle mehr.