Frauen-Bundesliga

Hoffenheim verliert gegen Wolfsburg den Anschluss an die Champions-League-Plätze

Die Frauen der TSG Hoffenheim haben gegen den VfL Wolfsburg verloren und wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze liegen lassen.

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Stand

Von Autor/in Michael Richmann

Mit hängenden Schultern und hängenden Köpfen verließen die Spielerinnen der TSG Hoffenheim den Platz. 0:1 hatten die Kraichgauerinnen gegen den VfL Wolfsburg verloren - und Lineth Beerensteyn (68.) hat das Tor des Tages erzielt. Wolfsburg musste jedoch über weite Strecken auf Alexandra Popp verzichten, die sich in der 17. Minute ohne Gegner-Einwirkung verletzt hatte und am Dienstag im Champions-League-Spiel gegen Olympique Lyon vermutlich ausfallen wird. Dabei hatte der Nachmittag recht angenehm begonnen.

Hoffenheim errichtet Abwehrriegel

Es war ein Wiedersehen mit alten Freundinnen und Freunden, denn Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch, Außenverteidigerin Sarai Linder und Ersatzkeeperin Martina Tufekovic können auf eine lange und erfolgreiche Karriere im Kraichgau zurückblicken. Mit Anpfiff wurden diese Verbindungen jedoch vorübergehend gekappt. Denn Frankfurt hatte am Vormittag mit 4:1 gegen den Hamburger SV gewonnen. Hoffenheim brauchte also einen Sieg, um im Fern-Duell um die Champions-League-Plätze den Anschluss zu halten.

Dennoch sah sich die TSG Hoffenheim gegen die Tabellenweiten zunächst in die Defensive gedrängt. Doch Hoffenheim stand kompakt, zwang Wolfsburg zu Fehlern im Aufbauspiel und konnte sogar den einen oder anderen Konter setzen. Wirkliche Torgefahr konnte das Team von Trainerin Eva-Maria Virsinger jedoch nicht entfalten. Weil TSG-Keeperin Laura Dick bei der einzigen Wolfsburger Chance - ein Fernschuss von Sarai Linder - auf dem Posten war, ging es mit 0:0 in die Pause.

Hoffenheimer einmal unaufmerksam

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild. Hoffenheim hatte plötzlich mehr Ballbesitz und versuchte, das Spiel mit weiten Diagonal-Pässen zu öffnen. Chancen blieben trotzdem Mangelware. Die beste hatte Nikée van Dijk, die nach einer schnittigen Flanke von Jill Janssens aus fünf Metern knapp daneben köpfte (64.).

Wolfsburg nutzte dann jedoch einen Standard, um in Führung zu gehen. Caitlin Dijkstra schlug den Ball auf den langen Pfosten, Valesca Ampoorter kam zu spät gegen Lineth Beerensteyn - die 29-Jährige musste nur noch den Kopf hinhalten (68.).

Hoffenheim nun drei Punkte hinter Frankfurt

Hoffenheim musste sich etwas einfallen lassen. Lisann Kaut versuchte es aus der Distanz, verursachte Stina Johannes im Wolfsburger Tor jedoch keine Probleme (79.). So blieb es bei der knappen Niederlage, nach der Hoffenheim nun drei Punkte Rückstand auf Eintracht Frankfurt und den Champions-League-Platz hat.

In der kommenden Woche (Sonntag, 29. März) tritt Hoffenheim im Abendspiel (18:30 Uhr) beim SC Freiburg an. Der VfL Wolfsburg spielt kurz zuvor (16 Uhr) gegen Union Berlin.