Heimpleite gegen Köln

"Das Ergebnis passt nicht": Die Null steht bei der TSG Hoffenheim

Wieder nichts: Die TSG Hoffenheim verliert auch das dritte Heimspiel der neuen Bundesliga-Saison. Anschließend ist der Frust bei den Kraichgauern groß.

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Von Autor/in Johann Schicklinski

Die Null stand am Freitagabend bei der TSG Hoffenheim: Null Tore führten zur Heimniederlage gegen den 1. FC Köln, weil die Domstädter durch einen Geniestreich von Top-Talent Said El Mala immerhin einen Treffer erzielten und dieser zum 1:0-Auswärtssieg im Kraichgau reichte. Null Punkte haben die Hoffenheimer nun nach drei Ligaspielen in der Sinsheimer Arena auf dem Konto - Platz 18 in der Heimtabelle.

Zu sagen, die Stimmung wäre bei den Gastgebern nach der umkämpften Partie nahe dem Nullpunkt gewesen, wäre indes übertrieben. Bei der TSG, die vor allem vor dem gegnerischen Tor glücklos agierte, überwog zwar der Frust, doch die Protagonisten wollten auch positive Aspekte gesehen haben.

Christian Ilzer: "Der Schlüssel wäre gewesen, in Führung zu gehen"

"Wir sind enttäuscht. Wir waren nicht effizient. Das Ergebnis passt nicht zu unserer Offensivleistung, da die schon ansprechend war. Wir haben immer Lösungen gehabt", sagte etwa Hoffenheims Trainer Christian Ilzer. Der Österreicher monierte aber auch den frühen Rückstand: "Natürlich spielt die Führung Köln in die Karten. Von diesem Zeitpunkt an war es ein schwieriges Spiel und der Schlüssel wäre gewesen, in Führung zu gehen."

Tim Lemperle: "Köln war aktiver"

TSG-Stürmer Tim Lemperle wurde nach der Heimniederlage gegen seinen Ex-Klub schon deutlicher. "Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht. Wir hatten Probleme, Chancen zu kreieren und wenn wir mal welche hatten, haben wir diese nicht genutzt", konstatierte der 23-Jährige. "Köln war ein Ticken aktiver und griffiger bei den zweiten Bällen. Da müssen wir in der kommenden Woche analysieren, wie wir das besser machen."

Oliver Baumann: "Hätten ein Tor verdient gehabt"

Oliver Baumann haderte indes mit dem Ergebnis. "Ein 1:1 wäre gerecht gewesen. Wir haben Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden. Nach dem Gegentor sind wir ordentlich reingekommen, wir haben das ganze Spiel gedrückt, wir hätten ein Tor verdient gehabt", befand der Nationalkeeper, der aber auch einräumen musste: "Der Gegner hatte auch noch Chancen."

Aus einem guten Saisonstart mit sechs Punkten nach den ersten drei Spielen, von denen zwei auswärts stattfanden, ist nach mittlerweile sechs absolvierten Partien für die TSG Hoffenheim ein durchwachsener geworden. Lediglich ein weiterer Zähler kam seitdem dazu, durch ein Auswärtsremis beim SC Freiburg.

Gute Ausgangsposition verspielt

Diese Zwischenbilanz ist aufgrund der guten Ausgangsbasis frustrierend, analysierte auch Coach Ilzer. "Mit sieben Punkten in das Heimspiel gegen Köln zu gehen, war eine gute Position. Mit sieben Punkten aus dem Spiel gegen Köln zu gehen, darüber sind wir enttäuscht", so der 47-Jährige.

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Nun gelte es wieder auswärts nachzulegen, wo Hoffenheim nach bislang drei absolvierten Spielen noch ungeschlagen ist. "Die Leistungen stimmen mich zuversichtlich. Wenn wir so weiterspielen, werden wir auch Punkte ernten", sagte Ilzer.

Weiter geht es für seine Mannschaft nach der Länderspielpause am 19.10. bei St. Pauli (17:30 Uhr). Dann braucht die TSG Punkte, sonst droht ein unruhiger Herbst. Das weiß auch Ilzer und blickte voraus: "Am Ende geht es um Ergebnisse - und da haben wir uns deutlich mehr ausgerechnet."