Der SV Waldhof Mannheim hat am neunten Spieltag der 3. Liga beim TSV Havelse mit 3:2 (1:0) gewonnen und kann mit nun 13 Punkten langsam Richtung oberes Tabellendrittel schielen. Aufsteiger Havelse steht mit vier Punkten auf dem vorletzten Platz.
Masca brachte die Mannheimer früh in Führung (11. Minute). Nach der Pause erhöhte Torjäger Felix Lohkemper (58.), bevor Havelse kurz darauf durch John Posselt zum Anschluss kam (60.). Semi Belkahia markierte den Ausgleich (73.), doch Nicklas Shipnoski schoss den Waldhof zum Sieg (74.).
Nijhuis rettet den Waldhof vor Rückstand
Mannheim startete ohne personelle Änderungen im Vergleich zum 6:1 gegen Rot-Weiss Essen. Beide Teams suchten den Weg in die Offensive, so entwickelte sich eine muntere Begegnung. Die erste gute Gelegenheit bot sich Waldhof-Angreifer Lohkemper, der einen abgeprallten Ball an den Pfosten schoss (9.). Direkt im Anschluss setzte Masca einen Kopfball neben das Tor.
Auf der anderen Seite war plötzlich Marko Ilic komplett frei vor dem Mannheimer Tor, doch Keeper Thijmen Nijhuis konnte den Lupfer des Angreifers sichern (10.). Wieder nur wenige Augenblicke später stand es dann 1:0 für den Waldhof. Einen sehenswerten Angriff über die linke Seite verwertete Masca nach Rückpass von Sascha Voelcke im Zentrum sicher.
Die Führung gab den Gästen Sicherheit, während sich Havelse in die eigene Hälfte zurückzog und auf Konter lauerte. Mannheim kontrollierte das Geschehen, spielte auch gefällig nach vorne, doch weitere Tore fielen bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Assad Nouhoum keine mehr.
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Lohkemper legt nach, Havelse kontert
Die erste Gelegenheit nach dem Wechsel hatte erneut Masca, dessen 24-Meter-Freistoß aber in der Mauer hängenblieb (47.). Kurze Zeit bot sich Mannheim die große Chance, die Führung auszubauen. Doch Havelses Schlussmann Tom Opitz blieb im Eins-gegen-Eins mit Lukas Klünter der Sieger.
Am Geschehen änderte sich wenig: Mannheim machte das Spiel, Havelse versuchte, die Gäste nach Ballgewinn zu überrumpeln. Dem Aufsteiger mangelte es aber immer wieder an einem sicheren Passspiel, um gefährlich zu werden. Nach knapp einer Stunde erhöhte Lohkemper für die Mannheimer, als er einen vor seine Füße abgewehrten Ball aus 16 Metern humorlos ins rechte Eck drosch.
Shipnoski erzielt den Siegtreffer
Entschieden war jedoch noch nichts, denn nur zwei Minuten später war der TSV plötzlich wieder im Spiel: Einen Schuss von Julian Rufidis nahm Posselt auf, drehte sich und traf trocken ins rechte Eck. Jetzt war mächtig Dampf im Spiel. Und Havelse kam tatsächlich zum Ausgleich: Einen Kopfball konnte Nijhuis noch an die Latte lenken, doch im Anschluss traf Belkahia ins leere Tor.
Und die Gäste? Zeigten sich keineswegs geschockt, nur eine Minute später jagte der eingewechselte Shipnoski den Ball von der Strafraumkante in den rechten Winkel - 3:2. Beinahe wäre die Führung schnell wieder verspielt gewesen, als Nijhuis den Ball unter Druck in die Füße von Florian Riedel gespielt hatte. Doch Janne Sietan bereinigte das Missgeschick noch vor der Linie (76.).
Drei Minuten vor dem Ende stand erneut Nijhuis im Fokus, der Niederländer hatte sich in der Leistengegend verletzt und konnte nicht mehr weiterspielen. Er wurde in den letzten Minuten von Lucien Hawryluk ersetzt. Der Ersatzkeeper hielt seinen Kasten bis zum Abpfiff sauber. Kurz davor hatte Havelses Noah Plume noch die Gelb-Rote Karte wegen Foulspiels gesehen.
Mannheim vor schwerem Heimspiel
Weiter geht es für die Mannheimer am Samstag mit dem Heimspiel gegen den VfL Osnabrück. Anpfiff der Partie ist um 14 Uhr. Zeitgleich tritt Havelse bei Viktoria Köln an.