VfB Stuttgart
Mit Alexander Nübel (inzwischen in Istanbul), Angelo Stiller, Deniz Undav und Jamie Leweling war der VfB bei der vergangenen WM immerhin mit vier Spielern im DFB-Team vertreten. Das Quartett sollte auch für Jürgen Klopps künftigen Kader mehr als eine Überlegung wert sein.
Mit Maxi Mittelstädt (29 Jahre) und Chris Führich (28) hatten zwei weitere Stuttgarter den Flug Richtung USA nur knapp verpasst. Auch der offensivstarke Rechtsverteidiger Josha Vagnoman war immer mal wieder ein Nagelsmann-Kandidat und könnte mit seinen erst 25 Jahren durchaus auch unter dem Bundestrainer Klopp eine Alternative werden, zumal auf der "Problemposition" Rechtsverteidiger.
Geht es um weitere Spieler für die "Nationalmannschaft der Zukunft", dann fällt rund um den VfB Stuttgart immer der Name Finn Jeltsch. Der 20-jährige frühere Nürnberger U17-Weltmeister gilt als eines der größten Talente, die bereits den Sprung in die Bundesliga geschafft haben. Jeltsch ist ein schneller, kerniger Abwehrspieler mit gutem Zweikampfverhalten, der in seinen eineinhalb Jahren bei den Schwaben immerhin 51 Mal in der ersten Liga und zehnmal in der Europa League zum Einsatz kam.
Und es gibt weitere Kandidaten im VfB-Talentschuppen, die mittelfristig fürs DFB-Team interessant werden könnten: In erster Linie die neue Nummer eins Dennis Seimen (20 Jahre), vom SC Paderborn zurückgekehrt und hochbegabt, aber leider bis Ende September wegen einer schweren Muskelverletzung außer Gefecht. Laurin Ulrich (21), U17-Weltmeister Max Herwerth (20/Abwehr) oder U19-Vize-Europameister Mirza Catovic (Mittelfeld) gelten wie Seimen als große Talente, müssen sich aber erstmal in der Bundesliga beweisen.
Und dann sind da noch zwei Mentalitätsspieler, die für das künftige Klopp-Team durchaus interessant sein könnten: Abwehrkante Jeff Chabot (28) und Neuzugang und Dauerläufer Grischa Prömel (31). Keine Fußball-Zauberer, aber furchtlose Führungsspieler und Jungs, die dem Gegner unter die Haut gehen.
TSG Hoffenheim
Falls Jürgen Klopp im Tor der Nationalmannschaft erstmal auf Routine setzt, wird er an Oliver Baumann nicht vorbeikommen. Der 36-jährige Kapitän der Hoffenheimer ist mit seiner Ruhe und Konstanz eine Bank und ein absoluter Teamplayer und Führungsspieler.
Ein hochinteressanter Junge für den Abwehrbereich ist TSG-Neuzugang Sean Dulic. Der 21-jährige, großgewachsene Innenverteidiger und U20-Nationalspieler kam vom TSV 1860 München und sammelte in der 3. Liga bereits viel Spielpraxis. Dulic muss allerdings erst den Sprung in die Bundesliga schaffen, um für weitere DFB-Aufgaben interessant zu werden.
Sehr viel Talent bringen auch die beiden "Sechser" und U-Nationalspieler Luis Engelns (19/kam im Winter aus Paderborn) und Cajetan Lenz (20/vom VfL Bochum) mit. Beide müssen sich aber, ähnlich wie Dulic, erst in der Bundesliga etablieren. Das gilt auch für den 23-jährigen Bambasé Conté, in der vergangenen Saison einer der überragenden Offensivspieler beim Bundesligaaufsteiger SV Elversberg. Jetzt hat die TSG den U20-Nationalspieler zurückgeholt und voller Hoffnung auf einen weiteren Leistungssprung mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet.
Auch im Angriff der Hoffenheimer tummeln sich vielversprechende Kandidaten. Da ist der 24-jährige Tim Lemperle, nach seinem Wechsel letztes Jahr von Köln zur TSG sofort Stammspieler und Leistungsträger mit 31 Spielen und acht Toren in der Bundesliga. Lemperle ist schnell, robust und mit seiner Laufstärke vor allem auch im Gegenpressing eine Wucht.
Als eines der größten deutschen Sturmtalente gilt seit Jahren U-17-Weltmeister Max Moerstedt (20). In 45 Bundesligaspielen schoss der 1,94-Meter-Schlacks fünf Tore. Der Sprung zum Stammspieler ist dem kopfballstarken Moerstedt aber nach wie vor noch nicht gelungen. Spannend ist auch der Name Deniz Zeitler (19). Der U20-Nationalspieler kam letzten Sommer aus Ingolstadt und schoss für das Hoffenheimer Drittligateam 15 Tore. Noch aber fehlen auch ihm die Bundesligaeinsätze.
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SC Freiburg
Sollte Jürgen Klopp nach neuen Torhütern suchen, dann dürfte er an Freiburgs Neuzugang Mio Backhaus nicht vorbeikommen. Der 22-Jährige spielte zuletzt bei Werder Bremen eine ganz starke Saison und gilt als herausragendes Talent. Man darf gespannt sein, wie er sich im Breisgau als Nachfolger des wechselwilligen Noah Atubolu etabliert. Auch Atubolu (24) gilt nach wie vor als Keeper der Zukunft, dann aber nicht mehr im Freiburger Trikot.
Auf der Suche nach einem rechten Außenverteidiger ist Philipp Treu (25) ein heißer Klopp-Kandidat. Vom FC St. Pauli zurückgekehrt, kam Treu vergangene Saison 28 Mal in der Bundesliga und 14 Mal in der Europa League zum Einsatz und zeigte stabile Leistungen. Innenverteidiger Max Rosenfelder (23) gilt als eines der größten deutschen Talente auf dieser Position und stand schon bei Julian Nagelsmann im Notizbuch. Der U21-Nationalspieler wurde leider immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen.
Im Mittelfeld könnten die "Teamplayer-Typen" Maxi Eggestein (29) und Neuzugang Yannik Engelhardt (25/kam aus Como zurück nach Freiburg) mit ihrer Robustheit und Laufstärke überlegenswerte Alternativen sein. Niklas Beste (27) schaffte vergangene Saison den Durchbruch in die Freiburger Stammelf und stand bereits vor zwei Jahren im erweiterten Nationalkader. Ob der bärtige Beste mit seiner Standard-Stärke nochmal eine Chance bekommt?
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FSV Mainz 05
Energiebündel Nadiem Amiri (29) war einer der wenigen WM-Fahrer, die für sich als Joker Eigenwerbung betreiben konnten. Robust, laufstark und torgefährlich, mutig und nervenstark im Elfmeterschießen. Auch der flinke und spielstarke Paul Nebel (23) könnte nach seiner starken Bundesliga-Rückrunde eine neue Chance im Klopp-Kader bekommen. Ein hochinteressanter Mann fürs defensive Mittelfeld ist Neuzugang Eric Martel (24). Der robuste, zweikampfstarke Ex-Kölner bringt mit 30 Spielen in der U21-Nationalmannschaft viel internationale Erfahrung mit.
Ein ähnlicher Spielertyp ist im Angriff der körperlich starke Philipp Tietz (1,90 Meter, 90 Kilo). Der 29-Jährige, der im Winter aus Augsburg kam, weiß wo das gegnerische Tor steht und war bereits unter Nagelsmann ein Nationalmannschaftskandidat. Mentalitätsmonster Tietz - letztlich ein wichtiger Faktor für den Klassenerhalt der Mainzer, für die er fünf Tore schoss.
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