Bundesliga

VfB Stuttgart ist auch ohne Undav-Tore auf "Kurs Königsklasse"

Anders als andere Nationalspieler des VfB Stuttgart erwischte Deniz Undav gegen den Hamburger SV (4:0) keinen Sahne-Tag - und steht genau deshalb wieder mal im Fokus.

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Von Autor/in Thomas Bareiß

Das wichtigste vorne weg: mit dem Heimdreier gegen den HSV bleibt der VfB im Saison-Endspurt auf Kurs Richtung Champions-League. Stuttgart liegt vor den letzten fünf Saisonspielen als Tabellendritter nun vier Punkte vor dem Fünften Bayer Leverkusen. Trainer Sebastian Hoeneß will vor dem heißen Saisonendspurt nicht zu sehr auf die Konkurrenz schauen. "Das ist natürlich der Schlüssel, bei sich zu bleiben. Wir sind in der Position, dass wir es in der Hand haben - und wir trauen uns das auch zu", sagte Hoeneß nach dem klaren 4:0 (2:0) gegen den Hamburger SV selbstbewusst.

Schweres Restprogramm für den VfB - erstmal gegen Bayern München

An Herausforderungen mangelt es den Schwaben nicht auf der Zielgeraden der Saison: Am Sonntag (19.04., 17.30 Uhr, live im Audiostream auf swr.de/sport) geht es zunächst zum dominanten FC Bayern München. Zudem treffen die Stuttgarter auch noch auf die direkten Konkurrenten TSG Hoffenheim und Leverkusen. Weitere Gegner in der Liga sind für den Pokal-Halbfinalisten Werder Bremen und Eintracht Frankfurt.

Hoeneß sprach von einem taffen Programm. "Wir spielen jetzt gegen die Bayern. Aber das ist ja auch eine Riesenchance, gegen die Mannschaften direkt zu spielen. Das sind dann sechs-Punkte-Spiele und aus der Position der Stärke heraus können das natürlich genau die entscheidenden Spiele sein", betonte der 43-Jährige: "Aber eins nach dem anderen. Wir bleiben demütig."

Gebrauchter Spieltag für Deniz Undav

Maximilian Mittelstädt sendete ein deutliches Zeichen an Bundestrainer Julian Nagelsmann, einzig Deniz Undav könnte sich nach dem überzeugenden 4:0 (2:0) des VfB Stuttgart gegen den Hamburger SV ärgern. Bundesliga-Spiele sind in dieser Phase der Saison auch immer WM-Castings. Mittelstädt gab als Torschütze und Beinahe-Doppelpacker gegen den HSV am Sonntag ein neues Bewerbungsschreiben für die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer ab.

Stuttgart dominant VfB-Offensive brennt gegen HSV ein Feuerwerk ab

Der VfB Stuttgart gewinnt in der Bundesliga gegen den Hamburger SV deutlich. Neben den vier Toren verpassten die Stuttgarter mehrere Großchancen, Deniz Undav verschoss einen Elfme…

Undav indes vergab gleich eine Reihe an guten Torchancen und verschoss einen Elfmeter. Wieder mal neuer Gesprächsstoff, den der 29-Jährige liefert und der ja ohnehin schon seit Wochen im öffentlichen Fokus steht. Ob es sinnvoll ist, bei Undav von Spieltag zu Spieltag über seine WM-Tauglichkeit zu debattieren, sei mal dahingestellt und dem "Geschäft" geschuldet.

Undav verschießt Elfmeter - und wird auch noch gegen Bayern München fehlen

"Deniz hat viel gearbeitet für das Team. Ich hätte mich gefreut, wenn er ihn rein gemacht hätte", sagte Mittelstädt über den Strafstoß, den er eigentlich selbst schießen sollte, dann aber dem Kollegen überlassen hatte. Undav rutschte leicht weg - und jagte die Kugel beim Stand von 3:0 über den Kasten. Eine Szene, die zum Abschlusspech des VfB-Stars in dieser Partie passte. 

Das könne schon mal passieren, meinte Stuttgarts Sportvorstand Fabian Wohlgemuth. Undav habe aber auch wieder mehrere "herausragende und besondere Pässe gespielt". Dass sich der Stürmer seine fünfte Gelbe Karte abholte und den Süd-Schlager beim FC Bayern München am kommenden Sonntag daher verpassen wird, ärgert die Schwaben vielmehr.

VfB-Verteidiger hofft weiter auf die WM

Undav, der in dieser Saison schon 23 Pflichtspiel-Tore für den VfB erzielt hat, dürfte bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko ziemlich sicher dabei sein. Und Mittelstädt? Der Außenverteidiger war unter Bundestrainer Julian Nagelsmann zuletzt nicht mehr gefragt, bleibt aber zuversichtlich. "Ich glaube, wenn wir die Leistungen, die wir aktuell zeigen, bis zum Ende der Saison bestätigen, wird's bestimmt Überlegungen geben", sagte der 29-Jährige - auch über Teamkollege Chris Führich, der gegen Hamburg ebenfalls getroffen hatte.

Letztlich liege die Entscheidung beim Bundestrainer. Fest steht allerdings schon jetzt: Den nächsten Elfmeter will Mittelstädt wieder selbst schießen.

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Thomas Bareiß

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