Hansa Rostock bleibt in der 3. Liga weiter auf der Erfolgsspur. Die Norddeutschen gewannen beim SV Waldhof deutlich mit 4:0. Dirkner (12. Minute) hatte Rostock in Führung geschossen. Nach der Gelb-Roten-Karte für Mannheims Iwe (30.) erhöhten Voglsammer (39.), Holten (75.) und Kinsombi (85.) zum 4:0-Endstand.
Drei Änderungen in der Mannheimer Startelf
Waldhof-Trainer Luc Holtz hatte in seiner Startelf drei Veränderungen vorgenommen: Der luxemburgische Neuzugang Vincent Thill (kam aus Zirna), Diego Michel und Emmanuel Iwe spielten für Diakhaby, Masca und Boyd. Rostock-Coach Daniel Brinkmann schickte die unveränderte Formation vom 2:1-Sieg gegen Aue auf den frisch verlegten neuen Rasen im Carl-Benz-Stadion.
Dirkners Traumtor für Rostock zur 1:0-Führung
Das erste Ausrufezeichnen der von Beginn an intensiven Partie setzten die Gäste. Ryan Naderis Kopfball ging nach fünf Minuten knapp neben den Pfosten. Und die Rostocker gingen danach auch früh in Führung: Naderis klasse Zuspiel im Sechzehner wuchtete Jonas Dirkner aus etwa 15 Metern unter die Latte des Mannheimer Gehäuses. Ein Traumtor zum 1:0 für Hansa in der 12. Minute. Keeper Thijmen Nijhuis war ohne jede Abwehrchance.
Rostock, seit elf Ligaspielen ungeschlagen, spielte weiter mit entsprechend breiter Brust und hatte durch Marco Schusters Freistoß die nächste gute Gelegenheit. Der Ex-Waldhöfer hatte den Ball von der halbrechten Seite ins kurze Eck gezirkelt, Nijhuis konnte mit den Fäusten abwehren (20.).
Gelb-Rot für Iwe - Mannheim kassiert mit zehn Mann das 0:2
Der nächste bittere Rückschlag für den SV Waldhof folgte nach einer halben Stunde: Der bereits verwarnte Emmanuel Iwe musste nach einem weiteren Foul an Jan Mejdr mit Gelb-Rot vom Platz. Mannheim lief fortan mit einem Mann weniger dem Rückstand hinterher. Und das gegen die beste Abwehr der Liga, die bis dahin nur 20 Gegentreffer kassiert hatte. Und auch hinten agierten die Kurpfälzer nicht konsequent genug, als Ryan Naderi seinen Angriffspartner Andreas Voglsammer freispielte und der im Fallen per Kopf das 2:0 für Rostock markierte (39. Minute). Große Klasse war die Vorarbeit von Naderi, der sich an der Torauslinie gegen zwei Mannheimer durchsetzte und für Voglsammers drittes Saisontor servierte.
Voglsammer mit der Möglichkeit zum dritten Rostocker Tor
Nach der Pause hatte Torschütze Voglsammer die große Chance auf den nächsten Rostocker Treffer. Vor den 13.000 Zuschauern in Mannheim setzte der frühere Bundesligaprofi seinen Volley-Abschluss nach einer Ecke von rechts allerdings deutlich über den Waldhof-Kasten (54. Minute). Mannheim versuchte auch mit einem Mann weniger mutig nach vorne zu spielen, wurde aber bis dahin meist von der aufmerksamen Rostocker Deckung abgefangen. Sturmspitze Felix Lohkemper gab mit seinem Kopfball nach Feratis Eckstoß ein Lebenszeichnen - der Ball ging aber in die fangbereiten Arme von Torhüter Benjamin Uphoff.
Riesen-Chance für Lohkemper zum Anschlußtreffer
Lohkemper war es dann auch, der den Anschlußtreffer der Waldhöfer hätte erzielen müssen. Nach einem blitzschnellen Konter über Ari Ferati aus der eigenen Hälfte heraus lief der Mannheimer Angreifer in der 66. Minute frei auf Uphoff zu, der frühere Freiburger Bundesligakeeper aber wehrte den Schuss bravourös mit dem rechten Fuß ab. Und auch der eingewechselte Neuzugang Lovis Bierschenk meldete sich gleich mit einer guten Möglichkeit an. Der von Mainz 05 verpflichtete Außenstürmer setze seinen Schuss knapp am Rostocker Tor vorbei.
Holten und Kinsombi treffen zum 3:0 und 4:0
Stattdessen entschied Rostock die Partie endgültig. Erneut zeichnete sich Ryan Naderi als Vorbereiter aus, der Däne Emil Holten verwandelte das Zuspiel sicher zum 3:0 nach 75 Minuten. Und auch der eingewechselte Christian Kinsombi legte noch einen Treffer drauf und traf zum 4:0 (85.) gegen jetzt demoralisierte Mannheimer.
Mit dem 4:0-Auswärtserfolg, dem zweiten Sieg im neuen Jahr, blieb Rostock auch im zwölften Spiel in Serie in der 3. Liga ungeschlagen. Beim SV Waldhof ist dagegen nach den deutlichen Niederlagen in Verl (2:5) und gegen Hansa der krasse Fehlstart 2026 perfekt.