Es lief die 86. Spielminute, als sich der Ulmer Streli Mamba und der Mannheimer Niklas Hoffmann einen eigentlich harmlosen Zweikampf lieferten. Beide zogen, beide rissen sich gegenseitig zu Boden, beide tauschten danach einige Worte aus. Nichts Unübliches, zumindest auf den ersten Blick. Doch plötzlich zückte Schiedsrichter Tom Bauer die Rote Karte und verwies Hoffmann des Feldes. Der Grund: Offenbar hatte Hoffmann seinen Gegenspieler beleidigt. Zwar änderte diese Szene am 2:1-Sieg der Mannheimer nichts mehr, sie wurde dennoch im Nachhinein diskutiert.
Mamba empört über Hoffmanns Wortwahl
Mamba wollte die Worte, die Hoffmann angeblich gewählt hatte, nach dem Abpfiff nicht wiederholen. Er betonte aber im Interview bei Magenta Sport: "Es war ein bisschen dumm von ihm, dass er etwas gesagt hat. Der Schiedsrichter stand daneben, hat es klar gehört." Auf Nachfrage des Interviewers, ob es sich um eine schwere Beleidigung gehandelt habe, antwortete der 31-jährige Stürmer: "Kann man so sagen."
Der gebürtige Göppinger steht seit Januar 2026 bei den Spatzen unter Vertrag, kam bisher auf zwei Kurzeinsätze. In seiner Jugend spielte er unter anderem für den VfB Stuttgart, den Karlsruher SC und den 1. FC Kaiserslautern. Zuletzt war Mamba für den türkischen Zweitligisten Erzurumspor FK aktiv.
Offenbar keine rassistische Beleidigung
Darüber, was Hoffmann gesagt haben soll, wurde auch auf der anschließenden Pressekonferenz gesprochen. Ulm-Coach Pavel Dotchev hielt sich zunächst bedeckt. "Egal, was ich sage, es kann alles falsch sein." Dann sorgte er aber doch für etwas Klarheit: "Wie ich es gehört habe, ist keine rassistische Beleidigung dabei gewesen. Ich habe mit Mamba darüber gesprochen." Beide Spieler hätten sich nach der Partie mit dem Schiedsrichter ausgetauscht. Dass es sich nicht um eine rassistische Beleidigung handelte, bestätigte der SSV Ulm nochmals auf Nachfrage am Samstag gegenüber SWR Sport.
Wie lange Hoffmann gesperrt werden wird, ist noch nicht klar. Waldhof Mannheim wollte gegenüber SWR Sport bis zum frühen Samstagnachmittag nicht zu dem Vorfall äußern.