Ty Ronning (20. & 44.), Liam Kirk (22.) und Eric Mik (58.) haben die Eisbären Berlin erneut zum Deutschen Meister gekrönt. Marc Michaelis konnte nur noch den Ehrentreffer für die Adler Mannheim erzielen. Mit dem 4:1 ist die Playoff-Serie beendet und die Adler Mannheim nach einer langen Saison wieder die Rasierapparate auf den Schubladen holen. Denn es ist beim Eishockey Tradition, dass sich die Spieler Bärte stehen lassen, solange die Playoffs dauern. Zwar kreierte das Team von Trainer Dallas Eakins - besonders im zweiten Drittel - ein Chancen-Feuerwerk. Doch die Berliner waren - wie in der gesamten Serie - zu abgebrüht.
Die Adler Mannheim haben den Schwung aus dem Overtime-Sieg am Donnerstag mit ins fünfte Spiel mitgenommen. Die Eisbären Berlin wollten die Best-of-seven-Serie Nach drei Siegen und der einen Niederlage endlich für sich entscheiden. Das Ergebnis: Eine Großchance für Berlins Liam Kirk nach nicht einmal einer halben Minute und nur wenige Sekunden später hatte Zach Solow die erste Topchance für Mannheim.
Adler Mannheim starteten (über)motiviert
Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel, in dem die Mannheimer teilweise Probleme hatten ihre viele Energie in die richtigen Kanäle zu lenken. So wollte Luke Esposito ein frühes Zeichen setzen und Leonhard Pföderl mit einem ordentlichen Hieb an die Bande drücken. Der konnte sich jedoch rechtzeitig wegducken, so dass Esposito seinen Teamkollegen Tom Kühnhackl traf und anschließend selbst kopfüber auf die Mannheimer Ersatzbank flog. Nach kurzer Unterbrechung konnten beide jedoch weitermachen.
Anschließend ging es hin und her. Pföderl hatte mit seinem Schlagschuss die nächste große Chance. Er scheiterte jedoch an Adler-Keeper Johan Mattsson, der anstelle von Maximilian Franzreb spielte. Und Markus Vikingstad konnte nicht abstauben (8.). Wenig später traf Matthias Plachta in Überzahl nur den Pfosten (14.). Ty Ronning zielte auf der anderen Seite etwas genauer und schickte die Adler Mannheim nach einem schönen Solo mit einem 0:1-Rückstand in die Pause (19.)
Mannheim drückt, Berlin trifft
Die Adler kamen motiviert aus der Pause, doch schon nach 77 Sekunden zappelte der Puck erneut im Mannheimer Netz: Liam Kirk ließ Mattsson keine Chance (22.). Im Gegenzug hatten Kris Bennett, Anthony Greco und Marc Michaelis binnen Sekunden drei riesige Chancen auf den Anschluss, doch Eisbären-Keeper Jonas Stettmer war nicht zu überwinden. Es war der Startschuss für eine immense Druckphase der Adler Mannheim, in der sich Mannheim bis zum Ende des zweiten Drittels eine Chance nach der anderen erspielte. Das Berliner Tor schien jedoch wie vernagelt. Weil auch Leon Gawanke erst den Pfosten traf und dann an Stettmer scheiterte (33.), ging Mannheim mit 0:2 ins letzte Drittel.
Im dritten Drittel ergab sich dasselbe Bild: Mannheim wollte, Berlin machte. Wieder war es Ty Ronning, der Johan Mattsson keine Chance ließ (44.). Die Mannheimer Angriffe wurden immer verzweifelter. Etwas sieben Minuten vor Schluss setzte sich dann auch noch Torwart Mattsson zugunsten eines sechsten Feldspielers auf die Bank. Doch sein Gegenüber Jonas Stettmer ließ sich selbst via Penalty nicht überwinden - Esposito scheiterte an Stettmers ausgestreckten Schoner.
Eisbären Berlin zum zwölften Mal Deutscher Meister
Er war der Mann des Spiels und Garant für den zwölften Titel der Eisbären Berlin. Als Eric Mik kurz vor Schluss ins leere Tor traf (58.) ging den Adlern entgültig die Luft auf. Zwar konnte Marc Michaelis Stettmer 70 Sekunden vor Schluss doch noch einmal überwinden. An der deutlichen Niederlage und an der Berliner Meister-Party änderte das jedoch nichts mehr.