Eishockey | Adler Mannheim

Adler auch dank Keeper Franzreb wieder an der Spitze - Torjäger O'Donnell kommt

Mit dem 4:0 bei den Straubing Tigers setzen sich die Adler Mannheim in der Deutschen Eishockey-Liga wieder auf Platz eins. Stürmer Brendan O'Donnell verstärkt die Kurpfälzer.

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Von Autor/in Kersten Eichhorn

Da stand er nun in seinem Kasten, warf die Arme und die Torhüterkelle voller Freude in die Luft. Mannheims Torhüter Maxi Franzreb war am Freitagabend wieder einmal ein entscheidender Rückhalt beim überraschend deutlichen 4:0-Sieg beim Top-Spiel in Straubing. "Unsere Special Teams waren heute wieder entscheidend. Im Powerplay haben wir gute Chancen kreiert und getroffen", so der 29-Jährige gebürtige Bad Tölzer auf der Adler-Homepage, "aber auch defensiv, gerade in Unterzahl, haben wir eine Top-Leistung abgeliefert".

Top-Torhüterduo Franzreb und Mattsson

Dem ist nichts hinzuzufügen. Nationaltorhüter Franzreb selbst blieb nach dem 4:0 letzten Sonntag daheim gegen Bremerhaven auch bei den sonst so heimstarken Niederbayern in Straubing ohne Gegentor. Zwei sogenannte "Shutouts" in Folge - ein seltenes Phänomen für einen Keeper in der DEL. Es ist aber auch ein weiterer Beweis für die Top-Form von Maxi Franzreb, der vor der Saison von den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven in die Kurpfalz gewechselt war und zum Volltreffer wurde.

Nur 50 Gegentore

Wobei nicht allein Franzreb bei den Adlern ein exzellenter Puckfänger ist - auch der ebenfalls vor der Saison verpflichtete Schwede Johan Mattsson (33) zeigt Woche für Woche klasse Leistungen. Beide Keeper wechseln sich regelmäßig ab, um die Belastungen optimal zu steuern. Mit nur 50 Gegentoren aus 25 Spielen kassierten die Mannheimer mit Abstand die wenigsten Treffer aller DEL-Klubs.

Sechs Siege aus den letzten sieben Spielen

Hinten bärenstark und vorne durch Gawanke, Reichel, Schütz und Michaelis viermal effizient getroffen: Mit dem Triumph von Straubing kletterten die Mannheimer wieder an die Tabellenspitze der DEL, zwei Punkte vor Ingolstadt. Die Adler schafften damit sechs Siege aus den letzten sieben Spielen, lassen damit die "Oktoberkrise" (fünf Niederlagen in Serie) längst wieder vergessen. "Ein solider Auftritt", so Adler-Coach Dallas Eakins ohne Euphorie nach dem 4:0 in Straubing, "ich bin stolz auf meine Mannschaft".

Ex-Düsseldorfer Brendan O'Donnell kommt aus Tschechien

Und damit auch das Toreschießen noch besser klappt, hat sich der neue Spitzenreiter der DEL noch einmal verstärkt. Mit Brendan O'Donnell kommt ein Stürmer nach einem Kurzgastspiel in Tschechien in die Quadratestadt, der in den vergangenen Jahren im Dress der Düsseldorfer EG gezeigt hat, was er vor dem gegnerischen Kasten so alles drauf hat. Der 33-jährige sammelte in 161 DEL-Spielen imposante 158 Scorerpunkte (69 Tore).

Neuer Adler-Torjäger: Der frühere Düsseldorfer Brendan O'Donnell
Neuer Adler-Torjäger: Der frühere Düsseldorfer Brendan O'Donnell

Der kräftige und großgewachsene O'Donnell kann sowohl als Center wie auch auf dem Flügel eingesetzt werden und erweitert nach dem langfristigen Ausfall von Talent Max Penkin (Beinverletzung) die personellen Optionen von Trainer und Manager Eakins hochkarätig: "Brendan kennt die Liga, hat bereits bewiesen, was er kann und wird unseren Kader perfekt ergänzen“, so Eakins in einer Pressemitteilung der Adler am späten Freitagabend.

Schon Sonntag gegen Augsburg mit O'Donnell?

Fraglich, ob O'Donnell bereits am Sonntag im Heimspiel gegen die Augsburger Panther (16:30 Uhr) zum Einsatz kommt. Spätestens nächsten Freitag beim Baden-Württemberg-Derby in Schwenningen aber könnte der neue Torjäger für die Adler eine Alternative sein.

Hintendrin ist sowieso alles geregelt. Egal ob Franzreb oder Mattsson im Kasten steht - die Mannheimer können gleich auf zwei Top-Torhüter bauen.

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Kersten Eichhorn