Kultmasseur, Vereinslegende, Karnevalist und Trierer Original: Teambetreuer Aggy Mock ist die "treue Seele" des Trierer Basketballs. Nach 1.111 Spielen hört er am Sonntag auf. Einen wie ihn gibt es im deutschen Profisport wohl nur einmal.
Das ist ein Rekord für die Ewigkeit.
1985 kommt Aggy eher zufällig zu Triers Basketballern und ist bis heute geblieben. "Das ist ein Rekord für die Ewigkeit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendwann irgendwo noch jemanden geben wird, der auch so lange bei einem Bundesligaklub bleibt", glaubt der heute 66-Jährige.
Aggy als Einheizer der Fans
Ab den Neunzigerjahren erlebt Aggy Mock die großen Zeiten des Trierer Basketballs mit zwei Pokalsiegen. Sein Markenzeichen damals: Der Handstandüberschlag aus vollem Lauf zum Einheizen des Publikums in den Auszeiten. Mock wird auch deshalb zum Kultmasseur der Basketball-Bundesliga.
"Jetzt bin ich froh, dass es ein Ende hat", sagt Aggy Mock vor seinem letzten Spiel. Wenn es ihm körperlich besser ginge, hätte er vielleicht noch weitergemacht, erzählt er: "Aber das ist schon stressig in der Bundesliga. Und da will ich nicht mehr jedes Wochenende an der Bank stehen." Als aktiver Karnevalist war für ihn schon immer klar, dass das 1.111. Spiel sein Schlusspunkt sein soll.
Den Spieltagsstress lässt er zwar hinter sich. Doch gar nichts mehr zu machen, kommt für den 66-Jährigen auch nicht infrage. Im Hintergrund will er den Gladiators noch weiterhelfen. Spielerkabine in Schuss halten, Wäsche waschen und vielleicht auch noch den einen oder anderen Spieler behandeln.