Die über 700 Trierer Fans hatten bereits im ersten Viertel viel Grund zum Jubel. Sie waren im mit 11.500 Zuschauern ausverkauften SAP-Garden kaum zu überhören. Obwohl Trier ohne den verletzten Behnam Yakhchali antrat, war das Spitzenspiel zunächst eng. Erst kurz vor der Pause setzten sich die Bayern deutlich mit 56:42 ab. Trier kommt im dritten Viertel noch mal bis auf sechs Punkte ran. Am Ende gewinnt Bayern 94:83.
Beide Teams kennen sich aus dem Pokal-Viertelfinale, das die Bayern gewannen. Doch seitdem hat sich einiges getan. In München hat der 76 Jahre alte Trainerfuchs Svetislav Pesic Weltmeister-Trainer Gordon Herbert abgelöst. Bayern spielt mittlerweile einen schnelleren Basketball. Und Trier sucht weiter einen Ersatz für seinen nach Spanien abgewanderten Aufbauspieler Eli Brooks.
Aufsteiger Trier hält erstes Viertel ausgeglichen
Trotz der Personalprobleme können die Gladiators das erste Viertel eng gestalten. Sie zeigen, dass sie nicht zufällig mit acht Siegen auf Tabellenplatz drei nach München gereist sind. Triers Topscorer Jordan Roland macht in den ersten zehn Minuten acht seiner insgesamt 24 Punkte. Bis zur Pause führen die Münchener dann aber deutlich mit 56:42. Nils Giffey bringt die Bayern mit acht Punkten zur ersten zweistelligen Führung.
Bayern zieht im letzten Viertel davon
Das dritte Viertel entscheidet Trier für sich. Wieder treibt Jordan Roland Trier mit zehn Punkten voran. Die Unterstützung der Gladiators-Fans habe das Team zusätzlich angespornt, sagte Jordan Roland: "Die waren super und haben uns durch das Spiel getragen. Super Fans. Die besten Fans, vor denen ich je gespielt habe."
Die besten Fans, vor denen ich je gespielt habe
So startetet Trier mit nur neun Punkten Rückstand ins Schlussviertel. Und dort zeigt sich, dass Bayern den höchsten Spieler-Etat der Liga hat und Trier wohl den kleinsten. 19 Punkte - die höchste Führung der Bayern. Mehr Rebounds und mehr Ballgewinne, weniger Ballverluste. Am Ende ein verdienter 94:83 Sieg der Münchener gegen ersatzgeschwächte Trierer, die gezeigt haben, warum sie als Aufsteiger ganz oben in der BBL mitmischen.