Kaum mehr Chancen auf die Playoffs

Eurocup: Ratiopharm Ulm verliert gegen Podgorica

Ratiopharm Ulm hat sein Heimspiel im Eurocup gegen Buducnost Podgorica mit 90 zu 103 verloren. Die Chancen auf die Playoffs sind damit für Ulm auf ein Minimum gesunken.

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Stand

Von Autor/in Jürgen Klotz

Ulm spielt im Eurocup drei ordentliche Viertel gegen Podgorica. Doch ein Einbruch im letzten Durchgang bringt den Deutschen Vizemeister um fast alle Chancen, noch in die Playoffs einzuziehen. Sechs kommen weiter, Ulm ist aktuell Siebter.

Ulm verschläft den Spielbeginn

Ratiopharm Ulm kommt in den ersten Minuten nicht ins Spiel. Podgorica hat im Angriff gute Ideen und steht kompakt in der Abwehr. Ulms Trainer Ty Harrelson muss beim Stand von 4 zu 12 nach vier Minuten bereits die erste Auszeit nehmen. Das bringt dem Ulmer Angriffsspiel zwar etwas Schwung, die Gäste lassen sich in der Offensive aber weiterhin nicht aufhalten. Viel Applaus in der Arena gibt es kurz vor Viertelende: Tomy Klepeisz steht nach langer Verletzungspause wieder auf dem Parkett. Ulm liegt nach dem ersten Viertel 19 zu 23 zurück.

Ulm startet stark im zweiten Viertel

Der Anfang von Durchgang zwei gehört ratiopharm Ulm. Chris Sengfelder beweist ein gutes Händchen, netzt drei schnelle Körbe ein. Ulm holt sich die Führung zurück. Die Ulmer Abwehr ist aber immer noch zu löchrig. Außerdem hat Podgorica eine gute Trefferquote von jenseits der Drei-Punkte-Linie. So geht es mit einem 45 zu 45 in die Halbzeit. Nach schwachem Ulmer Beginn ist das ein bis dahin gerechtes Unentschieden. Ulms Sportdirektor Thorsten Leibenath spricht in der Pause von einem guten und intensiven Basketball-Spiel.

30 Ulmer Punkte im dritten Viertel

Mit einem 7 zu 0 Lauf startet Ulm ins dritte Viertel. Das Team aus Montenegro will den Ulmer Run nach zwei Minuten mit einer Auszeit stoppen. Das klappt nicht wirklich. Ulm hat das Anfangstempo der Gäste längst aufgenommen. Das Spiel hat jetzt hohen Unterhaltungswert. Mit flinken Händen erzwingen die Ulmer immer wieder Fehler beim Gegner. Dazu fallen die Dreier von Nelson Weidemann und Malik Osborne bei einem Offensivfoul. Ulm macht 30(!) Punkte im dritten Viertel und führt mit 75 zu 66.

Ein desolates letztes Ulmer Viertel

Anfang des vierten Viertels ist bei Ulm aber plötzlich der Stecker gezogen. Nichts geht mehr. Über drei Minuten fällt kein Ball in den Korb. Podgorica benötigt nicht einmal vier Minuten, um auszugleichen (76:76). Und die Gäste sind jetzt im Flow, Yogi Ferrell spielt wie aufgedreht und trifft aus allen Lagen. Ulm wirkt müde, macht im letzten Abschnitt nur 15 Punkte und muss sich am Ende klar mit 90 zu 103 geschlagen geben.

Rechenspiele für das Ende der Eurocup-Hauptrunde

Die Ausgangsposition im Eurocup für Ulm ist jetzt klar. Um Platz sechs noch zu erreichen, müssen die Ulmer auf Schützenhilfe aus Chemnitz hoffen. Verlieren die Chemnitzer ihre beiden noch ausstehenden Spiele, muss Ulm das letzte Spiel gegen Trento gewinnen, um noch in die Playoffs zu ziehen. Gewinnt Chemnitz eines der beiden Spiele, ist die Eurocup-Saison für ratiopharm Ulm zu Ende.

Am Sonntag spielt Ulm in der Bundesliga zu Hause gegen Trier.

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Jürgen Klotz