Florian Lipowitz konnte sich nach seinem sensationellen Debüt bei der Tour de France kaum vor Glückwünschen retten - mit einer Nachricht hätte aber auch der neue deutsche Radstar nicht gerechnet. "Für mich ist das verrückt, dass der Bundeskanzler gratuliert", sagte der 24-jährige Ulmer der Bild-Zeitung. Es sei "schön zu sehen, dass der Radsport in Deutschland wieder gefördert und in ihn investiert wird". Da sei jetzt eine Begeisterung vorhanden: "Da kann ein Kanzler mit so einem Post was bewirken. Einfach supercool!"
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Lipowitz kurz nach dem Ende der Schlussetappe am Sonntag in Paris bei X gratuliert. "Ein deutscher Sensationserfolg bei der Tour de France: Glückwunsch, Florian Lipowitz, zu einem grandiosen dritten Platz!", hatte der CDU-Politiker geschrieben.
In Ruanda: Lipowitz würde gerne bei der WM für Team Deutschland fahren
Florian Lipowitz würde sich über die Nominierung zur Weltmeisterschaft in Ruanda freuen. "Eine WM ist immer etwas Besonderes und ich glaube, jeder deutsche Fahrer freut sich, wenn man da nominiert wird und da für sein Land an den Start gehen kann", sagte der 24 Jahre alte Senkrechtstarter der Deutschen Presse-Agentur. Die Straßenrad-WM wird vom 21. bis 28. September zum ersten Mal in einem afrikanischen Land ausgetragen. Im vergangenen Jahr nahm Lipowitz in Zürich zum ersten Mal bei einer WM in der Eliteklasse teil.
Lipowitz mit "Lust" auf Deutschland Tour
Nach seinem dritten Platz in der Gesamtwertung der Tour de France - hinter Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard - sowie dem Gewinn des Weißen Trikots für den besten Nachwuchsprofi hat sich der Schwabe aber "noch nicht so viele Gedanken darüber gemacht" und muss den Plan mit seinem Team besprechen.
Lipowitz, der nach der dreiwöchigen Frankreich-Rundfahrt erst einmal Urlaub in Südtirol macht, würde "gern" auch bei der Deutschland Tour an den Start gehen. "Ich hätte auf jeden Fall Lust drauf", sagte Lipowitz. Die fünftägige Rundfahrt beginnt am 20. August mit dem Prolog in Essen und endet mit der Etappe zwischen Halle (Saale) und Magdeburg. Zudem reizt den Schwaben die Lombardei-Rundfahrt im Oktober, die er vergangenes Jahr krankheitsbedingt verlassen musste.