"Wahnsinn", "schön" und "richtig geil" nannten die Koblenzer Turner den Support der etwa 490 Fans in ihrer Halle. Nach 13 Jahren in der zweiten Liga gelang den Turnern der KTV Koblenz in der vergangenen Saison der Aufstieg in die Bundesliga. Nachdem die Kunstturnvereinigung Anfang April schon mit 36:30 gegen den Siegerländer KV gewinnen konnten, stand am vergangenen Samstag der erste Heimwettkampf an - gegen den SC Cottbus.
Knappe Niederlage trotz guter Leistung
Nach starkem Beginn am Boden kosteten individuelle Fehler am Pauschenpferd wichtige Punkte, sodass die KTV nach drei von sechs Geräten knapp hinter Cottbus lag. Trotz guter Leistungen an Barren und Reck reichte es am Ende nicht für einen Sieg und die KTV Koblenz verlor ihren ersten Heimwettkampf in der Bundesliga gegen den SC Cottbus mit 33:45. "Ich glaube, man ärgert sich nur deshalb ein bisschen, weil wir hätten gewinnen können“ sagte Kapitän Angelo Schall - bemerkenswert für einen Aufsteiger im Duell mit dem Vierten der Vorsaison.
Das erklärte Ziel der Koblenzer ist der Klassenerhalt. Eine große Stärke auf dem Weg dorthin, die schon jetzt sowohl Fans als auch Sportler ausgemacht haben ist der Zusammenhalt im Team. Kapitän Angelo Schall macht sich selbst die Vorgabe, sich um die jüngeren Sportler zu kümmern, "die man vielleicht auch mal aufmuntern muss". Als Routinier in seiner bereits sechzehnten Saison hat er die nötige Erfahrung dafür.
Es fühlt sich an, als würde ich die Jungs schon ewig kennen.
Der Weg zum Klassenerhalt
Trainer Ralf Schall erwartet von seinen Sportlern vor allem eines: Die Turner sollen am Ende des Wettkampfes mit der eigenen Leistung zufrieden sein. Dass die KTV sein Saisonziel erreichen kann, bezweifelt im Team keiner. Die Leistungen in den ersten beiden Wettkämpfen haben gezeigt, dass die Koblenzer konkurrenzfähig sind. Auch Neuzugang Daniel Wörz hat Hoffnung auf den Klassenerhalt: "Wir sind positiv gestimmt und geben unser Bestes, dass wir das früh genug eintüten können."