In einem umkämpften Spiel unterlag ratiopharm Ulm letztlich mit 77:89 gegen ALBA Berlin. Nach einem schwachen Start fanden die Ulmer im zweiten Viertel zurück in die Partie und hielt Anschluss an die Gäste. Erst im vierten Durchgang aber schaffte Ulm den Ausgleich. Die Berliner schlugen jedoch umgehend zurück und brachten ihre erneute Führung über die Distanz.
Das vorgezogene Spitzenspiel des 33. BBL-Spieltags begann aus Sicht der Hausherren mit einer desolaten Vorstellung. Justin Simon hatte die Ulmer zwar mit dem ersten Wurf der Partie mit zwei Punkten in Front gebracht, doch danach lief auf Seiten der Spatzen absolut nichts mehr zusammen. Zehn Minuten am Stück gelang Ulm kein Treffer aus dem Spiel heraus. Nach sieben Minuten traf Jack Kayil zur Elf-Punkte-Führung für Berlin (16:5). In den verbleibenden Minuten des ersten Viertels dominierte ALBA beinahe nach Belieben, hielt Ulm bei mageren fünf Zählern und erhöhte die Führung auf 23:5.
Ulm kämpft sich zurück ins Spiel
Im zweiten Viertel fingen sich die Ulmer jedoch und brachten endlich auch das eigene Scoring in Gang. Die Hausherren schienen nun wacher und kamen kurz vor Ende des Durchgangs sogar bis auf sechs Punkte heran (37:43). Nach zwei Freiwurf-Treffern von Mark Smith für Ulm setzte Martin Hermannsson mit einem Buzzerbeater den Schlusspunkt für die Gäste aus Berlin. So stand es zur Halbzeit 39:48 - Ulm hatte den Rückstand aus dem schwachen ersten Viertel in Durchgang zwei halbiert.
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte blieb Ulm am Drücker. Innerhalb der ersten Minute trafen Simon per Dreier und Korbleger sowie Joel Soriano nach einem Fastbreak und brachten Ulm direkt wieder auf einen Punkt heran. Danach entwickelte sich ein munteres Spiel auf Augenhöhe, in dem keines der beiden Teams die Oberhand gewinnen konnte. Immer wieder schaffte es Berlin einige Punkte zwischen sich und die Gastgeber zu bringen, ehe Ulm wieder verkürzte. Der Ausgleich wollte zunächst aber nicht fallen. So endete das Viertel mit 65:72 aus Sicht von Ulm.
Ausgleich im vierten Viertel
Im Schlussviertel kontrollierten die Gäste aus der Hauptstadt zunächst über weite Strecken, das Spiel, ohne jedoch zu glänzen. Zwar erspielten sich beide Teams immer wieder gute Möglichkeiten, doch die Trefferquote ließ auf beiden Seiten zu Wünschen übrig. So blieb Ulm in Schlagdistanz, kämpfte sich gegen Mitte des Viertels Punkt für Punkt heran und schaffte fünf Minuten vor der Schlusssirene endlich den Ausgleich: Christopher Ledlum traf per Fastbreak zum 74:74. Im direkten Gegenzug traf Malte Delow per Dreier. Berlin war wieder in Front. In der Folge erspielte sich Berlin einen beruhigenden Acht-Punkte-Vorsprung und verteidigte diesen souverän. Ulm kam nicht mehr wirklich zurück ins Spiel. So siegte ALBA Berlin am Ende verdient mit 89:77.
Durch den Sieg festigt Berlin seinen zweiten Tabellenplatz. Ulm hingegen läuft als Sechstplatzierter Gefahr, noch aus den Playoff-Rängen zu rutschen. Bereits am kommenden Samstag können die Ulmer auswärts gegen die Veolia Towers Hamburg die Trendwende einläuten. Berlin empfängt dann die Skyliners Frankfurt.