Olympisches Flair weht von Donnerstag bis Sonntag über die Schwäbische Alb: Beim internationalen Vielseitigkeitsturnier in Marbach (Kreis Reutlingen) starten unter anderem elf Reiter und Reiterinnen, die schon bei Olympischen Spielen geritten sind. Dazu zählt auch Olympiasieger Michael Jung aus Horb am Neckar, der mit seinem Erfolgspferd Chipmunk zu den Favoriten zählt.
Nationenpreis Vielseitigkeit zum ersten Mal in Marbach
Er wird in Marbach aber nicht nur für sich, sondern auch für die deutsche Equipe reiten. Denn auf dem Gelände des Haupt- und Landgestüts Marbach wird dieses Jahr zum ersten Mal der Nationenpreis in der Vielseitigkeit ausgetragen. "Das ist eine Auszeichnung, dass wir ihn ausrichten dürfen", erklärt Turnierleiterin Anna Fecke.
In jedem Land darf pro Jahr nur ein Nationenpreis veranstaltet werden. In Deutschland gibt es seit 2007 einen - und der wird normalerweise in Aachen ausgetragen. Doch weil dort im August die Weltmeisterschaften stattfinden, wurde für dieses Jahr ein anderer Austragungsort gesucht. Für das deutsche Team starten neben Michael Jung auch Julia Krajewski, Ben Leuwer und Libussa Lübbeke.
Vor zwei Wochen ist Michael Jung noch erfolgreich im Nationenpreis der Springreiter in Mannheim am Start gewesen. SWR Sport hat ihn begleitet:
Vielseitigkeit Marbach: Mehr als 200 Ehrenamtliche helfen
Der Nationenpreis in Marbach ist zwar eine Neuerung, die internationalen Prüfungen haben aber schon Tradition. Dass es auch in diesem Jahr wieder ein Turnier gibt, liegt auch an den vielen Ehrenamtlichen. Insgesamt sind mehr als 200 Helferinnen und Helfer vor, am und auch nach dem Turnier eingespannt. "Die Stunden sind unzählbar", sagt Anna Fecke. "Wenn wir es nicht machen, dann macht es irgendwann keiner mehr. Es macht einfach total viel Spaß."
Dass diese Woche nicht das beste Wetter vorhergesagt ist, trübe die Vorfreude auf keinen Fall. "Wir hoffen einfach, dass es am Samstag nicht schneit", erzählt die Turnierleiterin mit einem Grinsen. Das dürfte auch das Publikum hoffen: Für den Geländetag am Samstag sind bereits über 1.000 Eintrittskarten verkauft. Los geht es zunächst mit der Dressur, die Entscheidung im Nationenpreis fällt dann am Sonntag nach dem Springen.