Handball-Bundesliga

Rhein-Neckar Löwen verlieren Handball-Spektakel gegen THW Kiel

Im Duell der EM-Helden haben die Rhein-Neckar Löwen gegen den THW Kiel den Kürzeren gezogen. In einem Spiel auf des Messers Schneide erzielte Eric Johansson das entscheidende Tor.

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Von Autor/in Michael Richmann

Eric Johansson kam viel zu frei zum Wurf. Der 25-Jährige stieg hoch und weder Sebastian Heymann noch Steven Plucnar Jacobsen waren nah genug dran, um das entscheidende Tor zur 27:28-Niederlage der Rhein-Neckar Löwen gegen den THW Kiel zu verhindern. Da nützte es auch nichts, dass David Späth das Duell der beiden EM-Torhüter gegen Andreas Wolff mit einer herausragenden Leistung für sich entschied. Die Mannheimer hängen damit weiter hinter den Europapokal-Plätzen (Platz sieben, 22:18 Punkte), während der THW Kiel einen wichtigen Sieg im Kampf um die Champions-League-Qualifikation feiert.

Löwen-Keeper David Späth ragt heraus

In der ersten Halbzeit wogte das Spiel ständig hin und her. Im Duell der beiden Nationaltorhüter hatte David Späth mit seinen Rhein-Neckar Löwen den deutlich besseren Start. Die Löwen zogen auf 4:0 weg und ließen die Kieler wieder herankommen. Die Löwen zogen mit 8:4 weg und ließen die Kieler wieder herankommen. Die Löwen zogen auf 13:9 weg und gingen dank der herausragenden fünf David-Späth-Paraden (Abwehr-Quote 35 Prozent) mit einer 15:11-Führung in die Pause. Da war es sogar zu verschmerzen, dass Haukur Þrastarson vom Siebenmeter-Punkt zweimal Nerven zeigte und bis dahin nur drei seiner sieben Versuche im Tor unterbrachte.

Plötzlich stotterte den Angriffsmotor der Rhein-Neckar Löwen

In der zweiten Hälfte nahm sich die Partie zunächst eine kleine Auszeit vom Spektakel. Erst nach zehn Minuten voller technischer Fehler, Fehlpässe und Fehlwürfe ging es wieder rund. Kaum hatte sich der THW Kiel auf ein Tor herangekämpft, zogen die Löwen wieder davon.

In der 44. Minute geriet der Mannheimer Angriffsmotor plötzlich ins Stocken. Die Rhein-Neckar Löwen blieben mehr als neun Minuten ohne eigenen Treffer. Späth hielt seine Löwen mit seinen elf Paraden im Spiel doch auch er konnte nicht verhindern, dass Elias Ellefsen á Skipagøtu für Kiel ausglich und Lukas Zerbe die Norddeutschen neun Minuten vor dem Ende der Partie erstmals in Führung brachte. Sebastian Heymann brach den Bann erst in der Schlussphase (52.). Dann entwickelte sich ein enges Spiel, in dem sich kein Team absetzen konnte - bis Johansson das Spiel Sekunden vor Schluss mit seinen Rückraum-Hammer entschied.

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Autor/in
Michael Richmann
Michael Richmann ist Sportredakteur, Podcast- und Feature-Autor für SWR Sport und SWR Kultur.