Die Schwenninger Wild Wings haben ihre Chance auf das Viertelfinale der DEL-Playoffs bewahrt. Beim 5:1-Sieg im zweiten Spiel gegen die Grizzlys Wolfsburg schossen Alexander Karachun (2.), Kyle Platzer (4.), Tyson Spink (31.), Eric Martinsson (32.) und Philip Feist (40.) die Tore für die Schwarzwälder. Gemel Smith konnte lediglich verkürzen (33.).
Nach der 1:3-Niederlage im Auswärtsspiel waren die Schwenninger Wild Wings im zweiten Aufeinandertreffen der Playoffserie gehörig unter Druck. Denn es war von Anfang an klar: Eine Niederlage bedeutet das vorzeitige Saison-Aus. Die Wild Wings begannen entsprechend forsch und gingen sofort in Führung: Alex Trivellato spielte einen schönen Pass auf Alexander Karachun. Der überrumpelte Verteidiger Keaton Thompson und ließ Dustin Strahlmeier im Wolfsburger Tor keine Chance (2.). Anschließend nutzten die Wild Wings das erste Powerplay, um die Führung auszubauen: Jordan Szwarz bediente Kyle Platzer im Slot, Grizzly-Verteidiger Björn Krupp konnte dessen Schuss nicht verhindern - Stockhandseite, halbhoch: wieder keine Chance für Strahlmeier (4.).
Wild Wings drehen im zweiten Drittel auf
Das spielte den Wild Wings natürlich in die Karten, die nun genau ihr Ding durchziehen konnten: Defensiv kompakt stehen und schnörkellos kontern. Weil Thomas Larkin (11.), Philip Feist (13.) und Eric Martinsson (16.) ihre Chancen nicht nutzen konnten, Tylor Spink seinen Schuss an den Pfosten setzte (15.) und Wild-Wings-Keeper Joacim Eriksson im letzten Moment gegen Spencer Machacek (15.) und Bobby Lynch (19.) rettete, ging Schwenningen mit der 2:0-Führung in die Pause.
Das zweite Drittel begann zunächst Verhalten, doch dann drehten die Wild Wings nochmal auf. Nach engagiertem Forechecking stand Boaz Bassen plötzlich frei vor dem Wolfsburger Tor, sah aber den noch besser postierten Tyson Spink. Der Torjäger erzielte das 3:0 (31.). Wie effizient die Wild Wings an diesem Abend waren, zeigten sie in ihrem zweiten Überzahlspiel: Tyler Gaudet war wegen unnötiger Härte noch keine 25 Sekunden in der Kühlbox, als Martinsson von der blauen Linie das 4:0 erzielte (32.). Zwar konnte Gemel Smith fast im Gegenzug verkürzen (33.), doch nach einem schönen Zuspiel von Bassen sorgte Feist mit dem ersten Playoff-Treffer seiner Karriere (40.) dafür, dass Schwenningen eine 5:1-Führung mit ins letzte Drittel nahm.
Wild Wings bringen den Sieg über die Zeit
Für Strahlmeier war dann Schluss. Der ehemalige Schwenninger (2016–2020) beobachtete das letzte Drittel von der Bank und sah, dass sein Stellvertreter Hannibal Weitzmann erst gegen Szwarz (42.) und dann gegen Karachun (48.) in höchster Not retten musste. Das Team von Steve Walker brachte den Sieg souverän über die Zeit und gewann am Ende verdient mit 5:1.
Bereits am Sonntag gibt es das nächste und entscheidende Aufeinandertreffen in der Best-of-three-Serie. Um 16:30 Uhr ist Faceoff in der Eis-Arena in Wolfsburg.