Im Vorjahr war Johannes Vetter am Ellenbogen operiert worden, bereits zuvor hatte ihn eine Schulterverletzung geplagt. In einem Interview mit Sport1 erklärte der 32-Jährige, dass ihm deshalb noch die nötige Routine fehle. Die Deutschen Meisterschaften in Dresden finden vom 31. Juli bis zum 3. August 2025 statt. Laut Angaben des Senders fehlt Vetter auch bei der WM in Tokio (13. bis 21. September).
Johannes Vetter: "Brauche Zeit, meine Power auf den Speer zu bekommen"
"Die physischen Fähigkeiten sind wie jedes Jahr sehr gut. Ich brauche momentan noch die Zeit, meine Power auf den Speer zu bekommen", sagte Vetter, der zuletzt Anfang Juni bei einem Meeting in seiner Heimat Offenburg den Wettkampf nach zwei ungültigen Versuchen vorzeitig beendet hatte. "Ich werde weiter trainieren und in diesem Jahr noch Wettkämpfe bestreiten, wenn ich bereit dafür bin", so Vetter weiter.
Vetter vom Verletzungspech geplagt
Der Weltmeister von 2017, der Olympia-Gold in Tokio als Topfavorit vor vier Jahren auf dramatische Weise verpasst hatte, wird seitdem vom Verletzungspech verfolgt. Vetter verpasste die Weltmeisterschaften 2022 und 2023, die Europameisterschaften 2022 und 2024 sowie Olympia in Paris 2024. Vor seiner Leidenszeit hatte er die Speerwurf-Szene dominiert, sein deutscher Rekord aus dem Jahr 2020 steht bei unglaublichen 97,76 m.
Auch Gesa Krause muss passen
Hindernis-Ass Gesa Felicitas Krause aus Trier kann nach ihrem Sturz von Oslo ebenfalls nicht bei den Deutschen Meisterschaften am Wochenende in Dresden starten. "Aufgrund der Folgen meines Rippenbruchs muss ich leider auf den Start verzichten, um meinen WM-Traum nicht zu gefährden", teilte die deutsche Rekordhalterin am Mittwoch mit. Ein Start in Dresden käme einfach zu früh, meinte die WM-Dritte von 2015 und 2019. "Mir geht es den Umständen entsprechend gut und ich bin im vollen Training in Vorbereitung auf Tokio", so Krause.
Krause war bei ihrem Saison-Auftakt in Oslo Mitte Juni gestürzt und hatte sich dabei eine Rippe gebrochen, zuletzt musste die 32-Jährige bereits für das ISTAF in Berlin passen. Als Favoritin für den Hindernis-Titel in Dresden gilt Lea Meyer (Löningen), die EM-Zweite von 2022.