Nach einem engen Spielbeginn mit vielen Führungswechseln legte Ulm zur Mitte des ersten Viertels deutlich zu und spielte sich bald einen Vorsprung heraus. 5:46 Minuten vor Ende des Viertels sorgte Malik Osborne mit zwei Freiwürfen zum 18:13 erstmals für eine komfortable Führung. Nur kurz darauf erhöhte Tobias Jensen per Fast Break sogar auf 20:13. Besiktas Istanbul kam jedoch gegen Ende des Durchgangs wieder heran und hielt den Anschluss. Mit 30:29 gingen die Mannschaften in die kurze Viertelpause.
Auch im zweiten Durchgang wechselte die Führung zu Beginn munter die Seiten. Zwar schaffte Ulm es kurzzeitig, sich mit fünf Punkten abzusetzen (47:42), doch Istanbul kam schnell wieder zurück, glich zum 47:47 aus und ging kurz darauf sogar seinerseits mit zwei Punkten in Führung - 52:50 aus Sicht der Gäste. Das Viertel blieb auch in der Folge ausgeglichen, so endete die erste Halbzeit leistungsgerecht mit 54:54.
Ulm kommt besser aus der Kabine
Direkt vom Start der zweiten Hälfte an änderte sich das Spiel komplett. Plötzlich waren die Ulmer kaum mehr zu stoppen. Die Hausherren übernahmen mehr und mehr die Kontrolle und spielten einen immer höheren Vorsprung heraus. So endete das Viertel mit 83:71. Istanbul schien abgeschlagen, doch das Team aus der Türkei war noch nicht besiegt. Rund zehn Minuten vor dem Ende der Partie leitete Conor Morgan mit einem Dreier zum 75:86 aus Sicht der Gäste die Aufholjagd ein.
Wenige Minuten später sah sich Ulm-Coach Ty Harrelson dazu gezwungen, das Spiel mit einer Auszeit zu unterbrechen. Istanbuls Devon Dotson hatte per Fastbreak auf 87:92 aus Sicht von Besiktas verkürzt - die Türken waren plötzlich wieder drin im Spiel. Die Partie wurde jetzt immer hitziger, die Fehler auf beiden Seiten häuften sich.
Packende Schlussphase in Ulm
Ulm wirkte unter dem gegnerischen Korb teils fahrig, so kam Istanbul zwei Minuten vor Schluss auf zwei Punkte heran. Eine Minute vor dem Ende drehte Istanbul dann sogar die Partie. Berk Ugurlu traf von der Dreierlinie zum 97:96 aus Sicht von Istanbul. Jetzt war Ulm wieder wach. Christopher Ledlum hatte 57 Sekunden vor Schluss durch zwei Freiwürfe die Möglichkeit, die knappe Ulmer Führung wieder herzustellen - traf jedoch nur einmal. So gingen die Teams mit 97:97 in die Schlusssekunden.
Jetzt flatterten auf beiden Seiten die Nerven. Morgan vergab für Istanbul ebenfalls einen von zwei Freiwürfen, Sengfelder verpasste auf der Gegenseite zwei Freiwürfe für Ulm - der Rebound sprang allerdings zu Jensen, der zum 99:98 für Ulm traf. Istanbul blieben nun noch knapp 17 Sekunden für einen letzten Angriff, den Anthony Brown mit einem Buzzer Beater für drei Punkte vollendete. So unterlagen die Ulmer mit der Schlusssirene denkbar unglücklich mit 99:101.
Den nächsten EuroCup-Auftritt haben die Ulmer am 29. Oktober. Dann steht für Ulm das Auswärtsspiel bei den Chemnitz 99ers an (19 Uhr).