Basketball-Eurocup

Ratiopharm Ulm träumt nach Sieg gegen Chemnitz wieder vom Achtelfinale

Ratiopharm UIm hat im deutsch-deutschen Eurocup-Duell gegen die Chemnitz Niners einen wichtigen Sieg errungen und sich dadurch die Chance aufs Achtelfinale bewahrt.

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Von Autor/in Michael Richmann

Als Justin Simon den Ball durch den Ring stopfte, hat sich für Ratiopharm UIm die Tür zum Achtelfinale wieder einen Spalt geöffnet. Denn nach dem 88:76 (22:19, 24:22, 18:23, 24:12) gegen die Chemnitz Niners konnten die Ulmer auf Platz sechs aufschließen und haben in den verbleibenden vier Gruppenspielen die Möglichkeit aufs Weiterkommen.

Chris Ledlum führt Ratiopharm Ulm zum Sieg

Ulm erwischte einen stabilen Start, traf von der Dreier-Linie, traf aus dem Halbfeld, traf von der Freiwurf-Linie. Allerdings konnte sich Ulm gegen die Chemnitz Niners im ersten Viertel nicht entscheidend absetzen. Daher ging das Team von Trainer Ty Harrelson mit einer knappen 22:19-Führung ins zweite Viertel. Dort spielten die Ulmer plötzlich groß auf. Vor allem Chris Ledlum zeigte defensiv wie offensiv seine Athletik unterm Korb und sorgte mit seinen Rebounds dafür, dass Ulm sich einen Zehn-Punkte-Vorsprung aufbauen konnte. Es dauerte bis zur Mitte des zweiten Viertels, bis Chemnitz zurück ins Spiel fand. Doch nach einem spektakulären Dunking von Tobias Jensen und Ledlums Punkten 17 und 18 führte Ulm zur Pause mit 46:41.

Im dritten Viertel wirkte es, als könnte sich Ulm endlich absetzen. Doch der erneute Zehn-Punkte-Vorsprung hielt wieder nicht lange. Chemnitz erhöhte das Pass-Tempo, und die bis dahin sehr stabile Defensive der Ulmer hatte immer größere Probleme. Nur der sehenswerte Block von Alec Anigbata verhinderte, dass Ulm mit einem knappen Rückstand ins letzte Viertel ging (64:64).

Ratiopharm Ulm gewinnt den direkten Vergleich

Ledlum schien sein Pulver derweil verschossen zu haben. Der 24-jährige Forward kam in der zweiten Halbzeit nur noch auf fünf Punkte, wurde mit 23 Zählern und fünf Rebounds dennoch zum Spieler des Spiels. Malik Osborne konnte in dieser Phase Abhilfe schaffen und sorgte mit seinen insgesamt 15 Punkten dafür, dass die Ulmer ihre Führung immer weiter ausbauen konnten.

Denn Ulm wollte zum Schluss nicht nur das Spiel, sondern nach der 78:89-Niederlage im Hinspiel auch noch den direkten Vergleich gewinnen. Und so machten die Ulmer in der Schlussphase trotz der deutlichen Führung weiter Druck. Mit Erfolg: Justin Simon setzte Sekunden vor Schluss das letzte Ausrufezeichen und drückte den Ball zum 88:76-Endstand in den Korb.

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Autor/in
Michael Richmann
Michael Richmann ist Sportredakteur, Podcast- und Feature-Autor für SWR Sport und SWR Kultur.