"Es war eine knappe Serie, es waren knappe Spiele. Wir hätten den Pokal gerne hochgehalten. Wir hätten es verdient gehabt, als Meister gekürt zu werden", sagte Nelson Weidemann nach der Partie am SWR-Mikrofon. Der 26-jährige Ulmer war nach der knappen 77:81-Niederlage gegen den FC Bayern München dermaßen frustriert, dass er seine Silbermedaille bei der Siegerehrung zu Boden schleuderte.
Auch Ulms Sportdirektor Torsten Leibenath haderte: "Es ist extrem bitter, dass wir dieses Spiel verloren haben. Es hätte sich keiner beschwert, wenn wir als Sieger vom Platz gegangen wären. Wir haben einen wahnsinnigen Fight geliefert. Das war beeindruckend."
Basketball | Bundesliga Ulm verliert dramatisches Entscheidungsspiel in München
Der Ulmer Basketballer haben die dramatische fünfte und entscheidende Partie um duie deutsche Basketball-Meisterschaft verloren.
Ulmer Aufholjagd wird nicht belohnt
Die Ulmer hatten im entscheidenden fünften Spiel der Finalserie in München einen 17-Punkte-Rückstand wettgemacht und lieferten sich mit dem FC Bayern einen packenden Schlagabtausch im Schlussviertel.
"Wir hatten unsere Gelegenheiten. Aber ein paar Würfe sind leider nicht gefallen und der Gegner hat einige 'Big Plays' ausgepackt. Glückwunsch an München", fasste Ty Harrelson die Schlussminuten zusammen. Der Ulmer Trainer hatte trotz der Niederlage ein Lächeln im Gesicht. "Ich bin stolz, nicht enttäuscht. Es macht einen Riesen-Spaß, mit der Gruppe zu arbeiten." Der 44-jährige US-Amerikaner hätte am liebsten gleich weitertrainiert. "Ich bin traurig, dass die Saison jetzt vorbei ist, aber klar, die Spieler brauchen eine Pause und die haben sie verdient."
Zwei Top-Talente für die NBA
Der Kader von ratiopharm Ulm wird sich bis zur kommenden Saison stark verändern. Mit Noa Essengue und Ben Saraf verlieren die Ulmer zwei Top-Talente. Die 18 und 19 Jahre alten Hochbegabten stehen vor einem Wechsel nach Nordamerika in die NBA. Ulms Topscorer Karim Jallow hat nach einer herausragenden Saison das Interesse großer Klubs in Europa geweckt. "Wir betrachten uns als Ausbildungsklub", sagt Sportdirektor Leibenath. "Bei uns ist es Programm, dass wir Spieler nicht halten können, aber wir drehen es um. Wir können sie nicht halten, weil sie sich bei uns so toll entwickeln." Dem Ulmer Sportdirektor ist deswegen nicht bange: "Wenn wir so tolle Spieler ausbilden, wenn es uns so gelingt wie in dieser Saison, dann sind auch Titel drin."