Die Vorfreude auf die am Donnerstag beginnende Heim-WM in der Rhythmischen Sportgymnastik (12.-16. August) ist beim deutschen Team mit Paris-Olympiasiegerin Darja Varfolomeev riesig.
"Ich fühle so langsam die Nervosität, die ansteigt", hatte die elfmalige Weltmeisterin Varfolomeev bereits vor etwas weniger als zwei Wochen im ARD-Interview zugegeben. "Jedes Training versuche ich, wie einen Wettkampf zu turnen, damit die Nervosität weggeht."
Darja Varfolomeev : "Das Publikum kann dich tragen"
Nun, fast unmittelbar vor Beginn der WM vor heimischen Publikum, legte Varfolomeev nach. "Vor allem spüre ich große Vorfreude", sagte die Sportlerin vom TSV Schmiden gegenüber der Sporthilfe. "Dass die WM in Deutschland ausgetragen wird, motiviert mich noch einmal mehr, zu zeigen, was wir alles trainiert haben und was ich kann. Gleichzeitig spürt man natürlich auch ein bisschen den Gedanken: Es muss klappen." Die Atmosphäre spielt für Varfolomeev eine zentrale Rolle: "Das Publikum kann dich tragen."
Die Schmidenerin glaub an ein Event, dass es so noch nicht gab. "Es wird noch größer, als ich mir das vorstelle. Auf das Publikum kann ich mich verlassen, dass es großartig und sehr, sehr laut wird", ist sich die Olympiasiegerin sicher. Dass viele Menschen, die sie anfeuern, in der Halle sein werden, gebe ihr Sicherheit. "Das fühle ich auf der Fläche", so Varfolomeev. Und natürlich versuche sie, "das Beste zu zeigen".
FAQ WM in der Rhythmischen Sportgymnastik: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Die WM in der rhythmischen Sportgymnastik steht an. Sie ist nicht nur für das deutsche Team das Highlight des Jahres. Die wichtigsten Fragen und Antworten im FAQ.
Varfolomeev: Heim-WM erlebt man nicht oft in der Karriere
Bei der WM 2025 in Rio de Janeiro hatte die heute 19-Jährige fünf Goldmedaillen gewonnen. Auch bei den Europameisterschaften in diesem Frühjahr war sie mit insgesamt drei Titeln mal wieder die dominierende Athletin bei einem internationalen Großereignis.
Besondere Motivation braucht die so erfolgreiche Medaillensammlerin für die Weltmeisterschaft in Frankfurt, bei der sie alle vier Einzelgeräte turnen wird, nicht: "Es ist eine Heim-WM, das erlebt man nicht oft - vielleicht einmal in seiner Karriere." Da wolle sie "top abliefern, da das ganze deutsche Publikum das mitbekommt". Sie versuche all das zu geben, was sie über das ganze Jahr über hart trainiere.
Rhythmischen Sportgymnastik wird immer populärer
Die steigende Popularität der Rhythmischen Sportgymnastik spürt Varfolomeev deutlich - Frankfurt könnte diesbezüglich ein neuer Höhepunkt werden. "Man merkt jedes Jahr stärker, wie bekannt unsere Sportart in Deutschland wird. Und ich glaube, dass die Heim-WM noch einmal sehr viel dazu beitragen wird."
FAQ WM in der Rhythmischen Sportgymnastik: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Die WM in der rhythmischen Sportgymnastik steht an. Sie ist nicht nur für das deutsche Team das Highlight des Jahres. Die wichtigsten Fragen und Antworten im FAQ.
Neben Varfolomeev auch Pusch und Simakova nominiert
Neben Varfolomeev starten ihre Schmidener Vereinskolleginnen Lada Pusch und Anastasia Simakova als Einzelstarterinnen bei der WM. Die 18-jährige Pusch wurde für Keulen, Reifen und Ball nominiert, die drei Jahre ältere Simakova für die Entscheidung mit dem Band. Die interne WM-Qualifikation wurde in diesem Jahr in Form des DM-Mehrkampfes im Rahmen der "Finals" ausgetragen, den Varfolomeev klar vor Pusch und Simakova gewann. Auch zwei von vier Einzeltiteln gewann die Olympiasiegerin.
Etwas überraschend wurde ihre Mannschaftskameradin Pusch Deutsche Meisterin mit den Keulen, mit denen sie auch bei der WM turnen wird. "Ich bin sehr froh, dass die Deutsche Meisterschaft so gut gelaufen ist", sagte die 18-Jährige beim Medientag vor knapp zwei Wochen. "Es gibt aber immer noch viel, an dem ich feilen muss", so Pusch. Das motiviere sie sehr, noch besser zu werden. Die Vorfreude, die sie verspüre, sei jedoch größer als der Druck oder die Aufregung.
Mit einer Mischung aus Vorfreude und Angespanntheit geht es für Varfolomeev und Co. also zum großen Auftritt in der eigenen Halle. Das Highlight der Saison - es kann kommen.