Am Samstagabend geht es im DVV-Pokalfinale in Mannheim wieder um einen Titel. Für den Rekordsieger Friedrichshafen ist es die große Chance, endlich wieder einen Pokal zu gewinnen. Im Halbfinale schlugen die Häfler in einem hochspannenden Spiel die Berlin Volleys mit 3:2. Im Finale geht es nun gegen die SVG Lüneburg. Nach 2015, 2019 und 2022 ist es bereits das vierte Pokalfinale zwischen den beiden Teams.
Friedrichshafen gegen Lüneburg: Neuauflage mit Geschichte
Friedrichshafen steht aktuell auf Platz vier in der Tabelle der Volleyball Bundesliga. Die SVG reist als Tabellenführer an. Allerdings weiß man in Friedrichshafen, wie man Finals gewinnt. Alle bisherigen Endspiele gingen an den VfB. In dieser Saison gab es bereits zwei Duelle in der Liga. Eine klare Niederlage für den VfB und ein deutlich engeres Rückspiel, das gezeigt hat, dass die Häfler auf Augenhöhe sind.
Sportdirektor Radomir Vemic setzt deshalb auf die eigenen Stärken: "In der Vorbereitung auf unser Spiel legen wir den Fokus ausschließlich auf unser eigenes Spiel." Auch über den Gegner macht er sich wenig Gedanken: "Wir kennen den Gegner sehr gut und es sind aus meiner Sicht keine großen Überraschungen zu erwarten", so Vemic.
Nach Sieg über Berlin: VfB Friedrichshafen zieht ins Pokalfinale ein
Was braucht es, um ein solches Spiel zu gewinnen?
"Entscheidend ist vielmehr, unsere Spieler sowohl körperlich als auch mental auf das Spiel vorzubereiten", so der Serbe. Er rechnet mit einem intensiven Abend, möglicherweise über fünf Sätze: "Am Ende sind es zwei oder drei entscheidende Bälle, die das Spiel entscheiden können. Ein Finale lässt sich nicht mit einer normalen Ligapartie vergleichen. Ein Spiel, ein Abend, ein Titel."
Friedrichshafen heiß auf einen Titel nach einer langen Durststrecke
Nach drei Jahren ohne Pokalsieg ist der Titelhunger in Friedrichshafen spürbar. Die Mannschaft will wieder ein Ausrufezeichen setzen. Gerade in solchen Momenten setzt Friedrichshafen auf Erfahrung. Mit Spielern wie Marcus Böhme, der bereits 2022 beim Titelgewinn dabei war, stehen routinierte Spieler im Kader, die Endspiele kennen. Der Mittelblocker bringt es auf den Punkt: "Der Hunger ist gewaltig."
Für Lüneburg wäre es der erste große Titel der Vereinsgeschichte. Für den VfB geht es darum, die eigene Historie weiterzuführen. 17 Pokalsiege stehen bereits auf dem Konto - nun soll Nummer 18 folgen.
Letztes Finale in der Mannheimer Arena: Bühne für 12.000 Fans und Anhänger
Die SAP-Arena ist das erste Mal in der Geschichte ausverkauft. Für die Spieler ist das keine gewohnte Kulisse. "Mit so einer Kulisse muss man umgehen können", so Venic. Vor 12.000 Zuschauern wird sich also zeigen, wer mit dem Druck besser umgehen kann. Gleichzeitig ist es aber auch das letzte Mal in dieser Halle, denn das Pokalfinale zieht um nach Köln in die LANXESS Arena. Ziel ist es, den Sport langfristig größer zu machen und mehr Leute zu erreichen.
DVV-Pokalfinale "Bambule" in Mannheim: Allianz MTV Stuttgart will den nächsten C(o)up
Beim DVV-Pokalfinale gegen den VfB Suhl in Mannheim will der MTV Stuttgart seiner bislang herausragenden Saison die erste Krone aufsetzen.
Auch die Frauen von Allianz MTV Stuttgart greifen an
Bereits um 16 Uhr steht das Pokalfinale der Frauen auf dem Programm. Mit Allianz MTV Stuttgart ist auch hier ein Team aus Baden-Württemberg vertreten. Die Tabellenführerinnen gelten als Favorit und spielen gegen den VfB Suhl Lotto Thüringen.
Damit könnte das Volleyball-Wochenende in Mannheim aus regionaler Sicht gleich doppelt erfolgreich werden.