DVV-Pokalfinale

"Bambule" in Mannheim: Allianz MTV Stuttgart will den nächsten C(o)up

Beim DVV-Pokalfinale gegen den VfB Suhl in Mannheim will der MTV Stuttgart seiner bislang herausragenden Saison die erste Krone aufsetzen.

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Von Autor/in Michael Richmann

Pia Kästner freut sich auf das DVV-Pokalfinale, freut sich auf die mehr als 12.000 Fans in der ausverkauften Mannheimer Arena und freut sich auf den womöglich ersten Titel der Saison. "Wir sind es aus unserer eigenen Halle gewohnt, dass die Fans ordentlich Bambule machen. Deswegen gehe ich davon aus, dass es in Mannheim auch so sein wird", sagte die 27-Jährige vom MTV Stuttgart im Interview mit SWR Sport vor dem Spiel am Samstag gegen den VfB Suhl.

Allianz MTV Stuttgart will den DVV-Pokal zum sechsten Mal gewinnen

Für Suhl ist es das dritte Pokalfinale - 2008 gewannen die aktuellen Tabellenzweiten der Volleyball-Bundesliga der Frauen den Titel. Allianz MTV Stuttgart könnte den DVV-Pokal am Samstag (ab 16:00 Uhr) zum sechsten Mal in die Luft recken. Auch Antonia Stautz hat große Lust auf dieses Spiel: "Also ich würde lügen, wenn ich sage, ich bin nicht nervös oder aufgeregt. Aber ich freue mich auch total. Es ist wirklich jedes Jahr ein Privileg, einfach dort zu spielen."

Es ist das letzte DVV-Pokalfinale in der Mannheimer Arena, denn nach elf Jahren in der Kurpfalz ziehen die Finalspiele der Männer und der Frauen ab 2027 in die noch größere Arena in Köln um. Kästner, die ihren Vertrag beim MTV um ein Jahr verlängert hat, möchte das Mannheimer Kapitel ganz gerne mit einer guten Erinnerung abschließen: "Meine eigenen Erfahrungen mit Allianz MTV Stuttgart beim Pokalfinale sind tatsächlich nicht so positiv. Also ich war schon zweimal da und wir haben zweimal verloren." Das soll sich am Wochenende natürlich ändern.

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Allianz MTV Stuttgart mit nur einer Saison-Niederlage - gegen Final-Gegner Suhl

Gegner Suhl gilt als "schwierig". Denn nach einer souveränen Saison mit 16 Siegen in 16 Spielen hat Stuttgart am Wochenende zum allerersten Mal verloren - und zwar gegen Final-Gegner Suhl. "Wir haben es am Sonntag gesehen, dass Suhl nicht ohne Grund auf Platz zwei steht. Sie sind auf jeden Fall eine gute Mannschaft, vor allem offensiv über beide Außenpositionen einfach gut besetzt", so Kästner. "Die können da auf jeden Fall auf relativ hohem Niveau mitspielen. Und ich glaube, für uns wird es echt schwierig, da irgendwie eine Antwort zu finden."

Diese Antworten meint Trainer Konstantin Bitter bereits gefunden zu haben: "Eine gute Blockarbeit spielen - jedenfalls eine bessere Blockabwehr, als wir das am Sonntag im Liga-Spiel gemacht haben. Da hatten wir ein bisschen Mühe, in dem Bereich." Und das Pokalfinale ist halt das Pokalfinale und kein Auswärtsspiel in Suhl, so der Coach weiter: "Es ist immer nicht so einfach, in Suhl zu spielen. Es ist eine andere Atmosphäre. Das ist eine kleine Halle, sehr drückend, auch von der Stimmung." Das wird in Mannheim definitiv anders sein.

Stuttgart geht als Favorit ins Finale

Doch der 36-Jährige stärkte seinen Spielerinnen den Rücken: "Solange wir punkten, muss Suhl auch erst mal so einen Weg finden, uns zu stoppen." Und dann sei ein Pokalfinale ja auch einfach etwas sehr Schönes: "Es geht darum, dass wir genau das genießen, was wir uns verdient haben. Wir haben uns diese Saison nach einem großen Umbruch erarbeitet, was uns vor der Saison tatsächlich nicht so viele zugetraut hätten: sehr souverän in das Finale einzuziehen und eine sehr souveräne Saison zu spielen."

Seine Spielerinnen stimmen zu. "Es ist kein Riesenproblem, dass wir da jetzt verloren haben. Da sind schon andere Teams gescheitert" sagte Außenangreiferin Stautz, um dann wieder den Blick aufs DVV-Pokalfinale zu richten: "Beim Pokal, da geht es um alles, da ist jedes Spiel eigentlich ein 'Do or Die'-Spiel. Und am Ende wollen wir da in Mannheim am Samstag gewinnen und den Pokal holen."

Teamgeist als große Stärke von Allianz MTV Stuttgart

Damit das gelingt, müsse sich Allianz MTV Stuttgart auf eine große Stärke besinnen: "Unser Teamgeist", meint Kästner. "Ich glaube, wir haben dieses Jahr eine richtig coole Teamchemie, und wir passen alle echt extrem gut zusammen und können uns dann immer wieder gegenseitig auffangen. Auch in schwierigen Momenten haben wir immer gezeigt, dass wir zurückkommen können. Und ich glaube, das macht uns aus."

Zudem wünscht sich Coach Bitter im Pokalfinale wieder mehr Konzentration als zuletzt im Liga-Spiel. "Und dann bin ich auch überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen können."

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Autor/in
Michael Richmann
Michael Richmann ist Sportredakteur, Podcast- und Feature-Autor für SWR Sport und SWR Kultur.