Volleyball | Bundesliga

Freiburger Volleyballer wollen zurück in die Playoffs

Die "Affenbande" von der FT Freiburg mischte mit lautstarker Unterstützung die Bundesliga auf. Mit Kontinuität im Kader soll der Erfolg in der neuen Saison wiederholt werden.

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Von Autor/in Emmanuel Chatzis

Die FT Freiburg war in der vergangenen Saison das Überraschungsteam der Volleyball-Bundesliga: Ein furioser Saisonstart mit sieben Siegen aus den ersten acht Spielen und der Playoff-Einzug im zweiten Jahr im Oberhaus krönten den Höhenflug der "Affenbande", wie sich die Freiburger Volleyballer selbst nennen, der erst im Viertelfinale gegen Vizemeister SVG Lüneburg endete.

Identifikation steht über dem Erfolg bei der FT 1844 Freiburg

Für Sportchef Florian Schneider ist der jüngste Erfolg jedoch kein Grund für neue Ziele: "Uns ist es viel wichtiger, wie sich das Team präsentiert, welche Kultur und welche Werte hier gelebt werden", sagte der gelernte Intensivpfleger. "Identifikation schaffen" lautet das Motto bei den Freiburgern. Ihre Fans sollen das Team auch ohne Trikots anhand des Spielstils wiedererkennen.

Freiburg überzeugte in der abgelaufenen Spielzeit vor allem mit ihren Block- und Abwehrsituationen. "Wir wollen dreckig und schlau sein", erklärt Kapitän Luc Hartmann, "auch wenn es nicht immer schön ist". Vor allem zuhause konnte das Team von Trainer Jakob Schönhagen überzeugen: Neun Siege in zwölf Spielen sprechen für sich. Am Aufschlag müsse die Mannschaft laut Kapitän Hartmann jedoch noch arbeiten: "Da stehen wir uns häufig selbst im Weg und bringen den Gegner wieder ins Spiel", meint der Routinier.

Luc Hartmann beim Einlauf.
Kapitän Luc Hartmann geht in seine zehnte Saison mit der FT Freiburg. IMAGO / Lobeca

Wer ersetzt Kevin Kobrine?

Die Mannschaft konnte Schneider größtenteils zusammenhalten. Der einzige Abgang ist ein schwerwiegender: Mit Kevin Kobrine schloss sich im Sommer ein Topspieler Alterna Stade Poitevin aus Frankreich an. Die Lücke auf der Diagonalposition soll Brendan Mills füllen. Der Kanadier gilt als Top-Talent und kommt vom belgischen Champions-League-Teilnehmer Knack Roeselare, wo er aufgrund einer Bauchmuskelverletzung nur selten zum Zug kam. Auch in der diesjährigen Vorbereitung blieb der 22-Jährige vom Pech verfolgt und verpasste die ersten Wochen mit einer Handgelenksverletzung.

Neuzugänge sollen Freiburg zu mehr Offensiv-Power verhelfen

Für den Bundesliga-Auftakt soll es bei Mills jedoch reichen. "Wir wollen ihm aber nicht direkt Druck oder hohe Erwartungen aufbürden", warnt Florian Schneider. Der athletische Offensivspieler bekomme die Zeit, sich an den Freiburger Spielstil zu gewöhnen. Dasselbe gilt für Jannik Brentel, den die "Affenbande" von Auftaktgegner Karlsruhe zu sich lotste: "Ein unheimlich spannender Spieler, an dem wir noch eine Menge Spaß haben werden", ist sich der sportliche Leiter sicher.

Für Kapitän Hartmann bringen die Neuzugänge die "Offensiv-Power, die wir letztes Jahr etwas vermisst haben". Grundsätzlich blickt der Außenangreifer, der in seine zehnte Saison mit der FT Freiburg geht, zuversichtlich auf die neue Spielzeit: "Wir wollen auf jeden Fall wieder die Playoffs erreichen." Europäische Wettbewerbe seien derzeit nur Träume, doch die vergangenen Jahre zeigen, wie schnell es in Freiburg gehen kann.