Leichtathletik | Finals

Yemisi Ogunleye aus Mannheim holt Meistertitel im Kugelstoßen

Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye war bei den Finals in ihrer eigenen Liga unterwegs, ist aber vor der WM in Tokio (13. bis 21. September) noch nicht in Medaillenform.

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Yemisi Ogunleye riss die Arme hoch, die Mission Titelverteidigung hatte die Olympiasiegerin souverän abgehakt. Mit einer ansprechenden Weite kürte sie sich erneut zur deutschen Meisterin. Ogunleye gewann in Dresden mit 19,29 Metern vor Alina Kenzel (Stuttgart) und Katharina Maisch. Vor einer Woche war die Drehstoßerin beim Berliner Istaf mit technischen Problemen noch unter 19 Metern geblieben. Und so genoss Ogunleye den Applaus der Fans bei den deutschen Meisterschaften in Dresden. Im Interview mit SWR Sport sagte Ogunleye nach dem Wettkampf strahlend: "Es hat einfach Spaß gemacht." Denn es sei auch schon was los in Dresden: "Ich freue mich, dass einfach so viele Menschen zusammenkommen und der Sport verbindet, und das ist was ganz Schönes."

Doch im Heinz-Steyer-Stadion wurde auch klar: Auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften in Tokio (13. bis 21. September) sind die Hoffnungsträger im deutschen Team um Ogunleye noch nicht in Medaillenform. Die Mannheimerin Ogunleye war in der Vorbereitung auf die Saison von einer Mandelentzündung ausgebremst worden, mit ihrer Saisonbestleistung von 19,67 m konnte sie bisher aber nicht mit der Weltspitze um Weltmeisterin Chase Jackson (USA) mithalten. In den kommenden Wochen will sie sich über viele Wiederholungen im Training Routine und Sicherheit holen.

Ogunleye will jetzt "dran bleiben"

Ogunleye hat bis zur WM noch sechs Wochen Zeit. "An Tag X will ich wieder performen", sagte Ogunleye, die auch zu den Olympischen Spielen nach Paris nicht als Favoritin angereist war, dann aber sensationell Gold holte. Die Konkurrentinnen um Jackson (20,95 m) hätten schon "krasse Weiten" hingelegt, für Ogunleye heißt es nun "dran zu bleiben" und diese Weiten "auch zu stoßen und vor allem am besten dann, wenn es drauf ankommt", wie sie zuletzt sagte.

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Marcel Fehr
Onlinefassung
Kira Rutkowski

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