Medaille als Ziel

Yemisi Ogunleye vor der Hallen-WM 2026: "Ich will natürlich 20 Meter anbieten"

Bei der Hallen-WM will die Mannheimer Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye um die Medaillen kämpfen. Die Olympiasiegerin ist nicht die einzige Deutsche, die vorne mitmischen kann.

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Von Autor/in Marcel Fehr

Die Hallen-Weltmeisterschaft im polnischen Torun (20.3-22.3) ist für die Leichtathleten der Höhepunkt der Hallensaison. Die größten Medaillenchancen für das deutsche Team hat Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim). Sie hat sich in diesem Winter so stark präsentiert wie noch nie. Der deutsche Leichtathletik-Verband schickt ein 14-köpfiges Team zu den Titelkämpfen in Polen. Weitsprung-Star Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) verzichtet auf die Hallen-WM, um sich auf die Freiluft-Saison zu konzentrieren.

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Yemisi Ogunleye reist mit Bestleistung nach Torun

Bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund schraubte die Mannheimer Kugelstoßerin ihre Bestleistung auf 20,37 Meter. Damit gehört Ogunleye trotz starker Konkurrenz zu den Favoritinnen auf Edelmetall. Vor zwei Jahren hatte sie bei ihrem ersten 20-Meter-Stoß bereits Silber bei der Hallen-WM in Glasgow geholt.

Eine Medaille sei möglich, erklärt Ogunleye im Vorfeld der Titelkämpfe in Polen: "Ich will natürlich 20 Meter anbieten. Das ist immer der Anspruch an mich selbst bei den internationalen Meisterschaften." Allerdings haben drei ihrer Konkurrentinnen in diesem Jahr ebenfalls schon über die 20-Meter-Marke gestoßen. Ogunleye hat allerdings schon oft bewiesen, dass sie auf der großen Bühne ihre Leistung abrufen kann. Mit ihrer frischen Bestleistung reist sie mit viel Selbstbewusstsein zur Hallen-WM.

Südwest-Power: Hälfte des deutschen Teams aus Baden-Württemberg

Unterstützung bekommt die Kugelstoßerin von gleich zwei weiteren Mannheimer Teamkolleginnen. Hürdenläuferin Ricarda Lobe (MTG Mannheim) und Stabhochspringerin Jacqueline Otchere (MTG Mannheim) wollen sich in ihren Disziplinen möglichst weit vorne platzieren. Lobe konnte in dieser Hallensaison ihre persönliche Bestzeit verbessern. Mit 7,95 Sekunden über 60 Meter Hürden reist sie zum zweiten mal nach acht Jahren wieder zu einer Hallen-WM. Ihr Ziel ist es, dort das Halbfinale zu erreichen.

Insgesamt kommt die Hälfte des deutschen Teams aus dem Südwesten. Die beiden 800-Meter-Läufer Malik Skupin-Alfa (LG Offenburg) und Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen) sind zum ersten Mal bei einer Hallen-WM am Start. Der 21-jährige Sindelfinger ist im Moment kaum aufzuhalten: persönliche Hallen-Bestzeit, Gold bei den Deutschen-Hallenmeisterschaften und die WM-Norm. In dieser Hallensaison hat er bisher noch kein einziges Rennen verloren und sein Können sowohl in taktischen als auch in temporeichen Läufen unter Beweis gestellt. Für sein Debüt bei der Hallen-WM hatte sich Stepanov, der von seinem Vater trainiert wird, zuletzt in einer internationalen Trainingsgruppe in Manchester den letzten Feinschliff geholt.

WM-Fünfte Sandrina Sprengel testet Form

Die Mehrkämpferin Sandrina Sprengel (VfB Stuttgart) wurde im vergangenen Jahr bei den Weltmeisterschaften in Tokio überraschend Fünfte. Sie möchte bei der Hallen-WM in Torun ihre Form für den Sommer überprüfen. Eigentlich müsste man auch sie für eine Medaillen-Überraschung auf dem Schirm haben, aufgrund von Krankheit schraubt Sprengel die Erwartungen allerdings nach unten: "Ich habe keine großen Erwartungen. Ich möchte eine gute Leistung abrufen, aber mir keinen Druck machen", verrät sie im Vorfeld.

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Bei den Männern wird der Mehrkämpfer Manuel Eitel (SSV Ulm) die deutschen Farben vertreten. Vor einem halben Jahr hat er seinen Lebensmittelpunkt nach England verlegt, um in einer internationalen Trainingsgruppe zu trainieren.

Hallen-WM als Etappenziel für die EM im Sommer

Wie für die Stuttgarter Mehrkämpferin Sprengel geht es für viele der deutschen Athletinnen und Athleten bei der Hallen-WM um ein Zwischenziel auf dem Weg zur Freiluft-Saison. Außerdem kann man wichtige Punkte für das World Ranking sammeln, um sich für den internationalen Höhepunkt zu qualifizieren. Bei den Europameisterschaften in Birmingham (10.8. - 16.8.) rechnen sich einige Sportlerinnen und Sportler aus dem Südwesten Medaillenchancen aus.

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Marcel Fehr
Marcel Fehr auf der CMT

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