"Gut gemacht." So lautete der knappe Kommentar des Billionärs und Tech-Unternehmers Elon Musk auf seiner Plattform X als Kommentar nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu einem Beitrag der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel, in dem sie dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Wahlsieg beglückwünscht hatte.
Was so knapp daher kommt, ist ein Zeichen für die massive Unterstützung der großen US-Tech-Unternehmen wie Elon Musk’s "X" für die AfD. Auch US-Präsident Donald Trump sympathisiert schon länger mit der Partei und bekennt das auch öffentlich.
Trump und Tech haben die Wahl gewonnen, […] aber die politischen Kommentatoren denken unbeirrt weiter, es sei ein Sieg der AfD. Man gratuliert Siegmund, und nicht Trump und Musk.
So nehmen Social Media Algorithmen politischen Einfluss
Die großen sozialen Plattformen, die inzwischen einen erheblichen Teil unserer Öffentlichkeit, der Diskussionskultur und der sozialen Interaktionen beherbergen, liegt in der Hand weniger US-Tech-Unternehmer. Sie beherrschen damit über Algorithmen und Aufmerksamkeits- und Empörungs-Ökonomie nicht nur den Diskurs, sondern können damit auch politisch Einfluss nehmen.
Dahinter stecken zum Teil Ideologien von absoluter Technologie-Gläubigkeit und die Vision einer libertären und antidemokratischen Weltordnung, beherrscht von Superreichen-Vordenker-Eliten bis hin zum Streben des Individuums nach Unsterblichkeit. Diese Tech-Allianz will ihren Ideen global zum Sieg verhelfen, auch in Deutschland.
Roland Peters ist US-Korrespondent bei ntv.de und lebt in New York City, Hannes Vogel lebte längere Zeit in den USA und ist als Reporter und Autor ebenfalls für ntv unterwegs. Wie bedroht unsere Demokratie von Big-Tech ist, wie es dazu kommen konnte und welche Auswege es gibt, darüber sprechen wir mit Roland Peters und Hannes Vogel in SWR1 Leute.