Parkplatz oder Sprungbrett - werden Transfergesellschaften in Krisenzeiten wichtiger?
Der zweitgrößte Arbeitgeber in Speyer hat Ende des Jahres 1.000 neue Mitarbeiter auf einen Schlag dazubekommen: zum Dezember hat das Ford-Werk in Saarlouis geschlossen und ein Großteil der Belegschaft ist daraufhin in eine Transfergesellschaft von "10k" gewechselt. Die Beratungsfirma mit Sitz in Speyer betreibt bundesweit Transfergesellschaften - und der Bedarf steigt angesichts Transformationsdruck, Industriekrise und Stellenabbau. Im Idealfall werden Beschäftigte in Transfergesellschaften für neue Jobs weiterqualifiziert und eben nicht nur "geparkt", bevor sie nach der Übergangszeit doch arbeitslos werden. Die Geschäftsführer von "10k" sind jedenfalls optimistisch, innerhalb eines halben Jahres den Großteil der früheren Ford-Mitarbeiter vermitteln zu können. Was sie dafür tun und warum die Nachfrage voraussichtlich "extrem hoch" bleibt, zeigt der Beitrag von SWR1 Arbeitsplatz-Reporter Wolfgang Brauer.
Weitere Themen der Sendung:
- "Die Kritik, Menschen werden hier nur geparkt, ist unhaltbar!" Interview mit Gernot Mühge, Sozialwissenschaftler und Arbeitsmarktforscher.
- Muss im Falle eines Aufhebungsvertrags zwingend eine Abfindung gezahlt werden? Antwort von Arbeitsrechtlerin Julia Englert.
- Zusatzleistungen als Lockmittel: Win-Win in Zeiten von Inflation und Fachkräftemangel? Wirtschaftsreporter Marcel Fehr hat ein Hotel an der Mosel und eine IT-Firma in Alzey besucht.