Am 13. September 1976 erschien "One More From The Road" als Doppel-Livealbum. Bereits Ende desselben Jahres erreichte es in den USA seine erste Platin-Auszeichnung. Bis 1987 verkaufte es sich mehr als 1,5 Millionen Mal.
Das Album zeigt Lynyrd Skynyrd auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs und ist gleichzeitig das Vermächtnis der ursprünglichen Besetzung rund um Sänger Ronnie Van Zant. Nur ein Jahr später kamen er, Gitarrist Steve Gaines und dessen Schwester Cassie Gaines bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Cassie Gaines ist auf "One More From The Road" als Background-Sängerin zu hören.
Lynyrd Skynyrd: Vom kleinen Plattendeal zum großen Erfolg
Die Geschichte von Lynyrd Skynyrd begann bereits Mitte der 1960er-Jahre in Jacksonville, Florida. Nach einigen Jahren als lokale Band sammelten sie 1971 erste richtige Studioerfahrungen, bevor sie 1973 von Produzent Al Kooper unter Vertrag genommen wurden.
Hits und Storys Lynyrd Skynyrd – "Sweet Home Alabama"
Lynyrd Skynyrd ist ein ungewöhnlicher Name für eine Band. Lynyrd Skynyrd, was heißt das eigentlich und wie kommt man auf einen solchen Namen?
Der Plattenvertrag brachte ihnen einen Vorschuss von gerade einmal 9.000 Dollar ein. Mangels anderer Angebote nahm die Band den Deal trotzdem an. Den bescheidenen Plattendeal verarbeitete die Band später im Song "Workin’ For MCA". Auf "One More From The Road" eröffnet der Song das Livealbum.
"Sweet Home Alabama": Ein kontroverser Hit
"Sweet Home Alabama" erschien bereits 1974 auf "Second Helping" und wurde zu einem der größten Hits von Lynyrd Skynyrd. Allein das markante Gitarrenriff zu Beginn hat einen enormen Wiedererkennungswert.
Der Text des Songs sorgt allerdings bis heute für Diskussionen. "Sweet Home Alabama" entstand unter anderem als Antwort auf Neil Youngs Songs "Southern Man" und "Alabama". In diesen kritisierte Young den Rassismus und das Erbe der Sklaverei in den amerikanischen Südstaaten. Lynyrd Skynyrd empfanden Youngs Darstellung als zu pauschal und wollten sich dagegen wehren, alle Menschen aus dem Süden über einen Kamm zu scheren.
Kontrovers diskutiert wird vor allem eine Textstelle über Alabamas damaligen Gouverneur George Wallace, einen entschiedenen Verfechter der Rassentrennung. Lynyrd Skynyrd distanzierten sich jedoch von dessen rassistischer Politik. Direkt nach der Erwähnung des Gouverneurs sind im Song beispielsweise ablehnende "Boo"-Rufe zu hören. Trotzdem wird die politische Aussage von "Sweet Home Alabama" bis heute unterschiedlich interpretiert.
"Free Bird" live auf "One More From The Road"
"Free Bird", das Liebeslied über das Verlassenwerden, ist bis heute eine der größten Rock-Hymnen. Kaum ein anderer Song steht so sehr für Freiheit und Rebellion wie der Lynyrd Skynyrd Hit aus dem Jahr 1974.
(Das ist) eine der großen Rockhymnen. [...] Bringt alles auf den Punkt, worum es in Rockmusik eigentlich geht.
Auf dem Livealbum "One More From The Road" ist "Free Bird" mit einem ikonischen Moment verbunden: Bevor die Band loslegt, fragt Sänger Ronnie Van Zant das Publikum, welchen Song sie hören wollen. Die Antwort kommt lautstark: "Free Bird!". Dieser Moment entwickelte sich daraufhin zu einem echten Running Gag bei Konzerten.
"One More From The Road" ist wie ein Konzertbesuch
"One More From The Road" zeigt, wie mitreißend und voller Energie ein gut produziertes Livealbum sein kann. Es bringt das Gefühl, live dabei zu sein, zu den Fans nach Hause. Zusätzlich lässt es erahnen, wie die Stimmung bei den drei Konzerten im Juli 1976 im Fox Theatre in Atlanta gewesen sein musste, bei denen die Aufnahmen für das Album entstanden.
Sie wollen den Leuten nochmal zeigen, wo ihr Kerngeschäft liegt, nämlich, eine mitreißende Live-Band zu sein.
Shownotes
- "Sweet Home Alabama" Live 1976 in Knebworth
- Für Gitarristen, die etwas über das "Free Bird" Solo lernen wollen
- Doku über Lynyrd Skynyrd
- Hintergrundinformationen zu "One More From The Road" von Cameron Crowe
- SWR Regiotour 2026: ARD-Musikpodcast "Meilensteine – Alben, die Geschichte machten"
- ARD-Podcast-Tipp: "Amerika, wir müssen reden!"
Über diese Songs vom Album "One More From The Road" sprechen wir im Podcast
- (11:03) – "Workin' For MCA"
- (18:32) – "Saturday Night Special"
- (23:45) – "Whiskey Rock-a-Roller"
- (31:32) – "Sweet Home Alabama"
- (44:13) – "T For Texas"
- (47:30) – "Crossroads"
- (49:03) – "Call Me The Breeze"
- (50:23) – "Free Bird"
Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
- (35:00) – "Southern Man" von Neil Young
- (43:20) – "Blue Yodel No 1 (T For Texas)" von Jimmie Rodgers
- (46:35) – "Crossroad Blues" von Robert Johnson
- (48:28) – "Call Me The Breeze" von J.J. Cale
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Von der Band Lynyrd Skynyrd, die Ende der 1960er Jahre in Florida gegründet wurde, ist vor allem der Song „Sweet Home Alabama“ bekannt. Weniger bekannt hingegen ist der Titel „Swamp Music“, der ebenfalls auf dem Album „Second Helping“ erschien. Der energiegeladene Song steht für den typischen Southern Rock-Sound der Band und vermittelt mit seiner Mischung aus Blues, Country und Rock das Lebensgefühl der 1970er Jahre im Süden der USA.
Lynyrd Skynyrd bestand bis 2023, hatte aufgrund schwerer Schicksalsschläge allerdings immer wieder Umbesetzungen erlebt. So kamen etwa durch einen Flugzeugabsturz im Jahr 1977 drei Bandmitglieder ums Leben, darunter den Sänger Ronnie Van Zant, Gitarrist Steve Gaines und seine Schwester, die Background-Sängerin Cassie Gaines. Stilistisch hatte die Band entscheidenden Einfluss auf etliche nachfolgenden Bands wie ZZ Top oder Black Crowes.
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