Die Spice Girls, das waren Posh Spice, Baby Spice, Ginger Spice, Sporty Spice und Scary Spice. Diese "Spitznamen" haben die Bandmitglieder sich jedoch nicht selbst gegeben, sondern sie wurden ihnen vom britischen Musikmagazin "Top Of The Pops" gegeben – und sind auch kritisch zu betrachten.
Die Spice Girls und "Wannabe" werden zum Welterfolg
Der größte Hit der Band "Wannabe", ist bei den Streamingplattformen inzwischen im "Club der Milliardäre", was die Abrufzahlen betrifft – und ist auch nach 30 Jahren noch auf so gut wie jeder Partyplaylist zu finden. Auch den Songtext kennen die meisten auswendig, zumindest aus der Generation der Millenials.
Die Spice Girls waren die Beatlemania der 90er!
Die Spice Girls waren der Gegenentwurf zu den Boybands
Die Gründung der Band verlief aber nicht, wie man es von vielen Rockbands und Co. kennt. Im Magazin "The Stage" wurde 1994 eine Anzeige geschaltet mit dem Text: "Bist du clever, extrovertiert, ehrgeizig und kannst singen und tanzen?"
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So ist eine Managementfirma auf die Suche nach talentierten Mädels gegangen, um eine Girlgroup als Gegenentwurf zu den bereits erfolgreichen Boybands zu gründen. Insgesamt haben sich 400 Frauen beworben, fünf wurden ausgewählt. Schließlich bildeten Mel B ("Scary Spice"), Emma Bunton ("Baby Spice"), Geri Halliwell ("Ginger Spice"), Mel C ("Sporty Spice") und Victoria Beckham ("Posh Spice") die Spice Girls.
Sie sind die weibliche Pop-Innovationskraft der 90er-Jahre!
Mit den Spice Girls laufen die Pläne anders als erwartet
Aber die Spice Girls haben in ihrer Anfangszeit nicht nur zusammengearbeitet, sondern auch zusammen in einer (luxuriöseren) WG gemeinsam gewohnt. Dort haben sie gemeinsam Songs geschrieben, Choreografien einstudiert und vieles mehr – kurz: Die Gruppe ist stärker und schneller zusammengewachsen, als man es von einer wild zusammengewürfelten Gruppe erwarten würde.
Bis die Gruppe aber ihr erstes Album herausgebracht hatte, gab es noch ein ausgiebiges hin und her mit ihrem Management, bei dem sich die Spice Girls nicht gut aufgehoben gefühlt haben. Die Spice Girls haben das Management dann sehr schnell verlassen.
Eine neue (Management)Heimat haben die Spice Girls dann bei Simon Fuller gefunden, der später zum "Schöpfer von (TV-)Castingformaten" geworden ist", was man hier als "Deutschland sucht den Superstar" kennt, wie Katharina Heinius im Podcast erklärt.
Die Spice Girls werden mit ihren Rollen zu Vorbildern
Für damals junge Mädchen waren die Spice Girls Vorbilder, weil sie der jungen Generation gezeigt haben, dass man auch als Mädchen bzw. Frau cool sein kann und auch albern und laut sein darf, erklärt Musikjournalistin und Moderatorin Bianca Hauda im Podcast.
Die Spice Girls waren für mich und meine Generation Popkultur zum Ausprobieren!
Der größte Hit "Wannabe" ist ein Statement
Und mit diesen Werten, die die Girlgroup nach außen trägt, polarisiert sie nicht nur, sondern sie schafft sich selbst mit "Wannabe" eine Hymne, die genau dieses starke Frauenbild und den Zusammenhalt in ihrer Band besingt. Was das ganze Bild der Gruppe unterstützt, ist die musikalische Gleichberechtigung, erklärt Katharina Heinius. Bei den Spice Girls gibt es keine ausgemachte Leadsängerin.
Mit dieser starken Botschaft, verpackt in einem hervorragend produzierten Popsong, schaffen es die Spice Girls mit der ersten offiziellen Single in ihrer Heimat Großbritannien, in Deutschland und auch in den USA auf Platz 1 der Single-Charts.
Das Debütalbum der Spice Girls wird zum Megaseller
Aber nicht nur mit "Wannabe" haben die Spice Girls es in ihrer Heimat an die Spitze der Charts geschafft. Gleich vier Singles des Debütalbums schaffen es an die Spitze der Charts: "Wannabe", "Say You’ll Be There", "2 Become 1" und "Mama". Ein Rekord!
Und auch wenn sie eine gecastete Band sind, haben sie mit ihrer Musik und diesem Album "ihr eigenes Ding draus gemacht", wie Katharina Heinius es beschreibt. Und "sie verkörpern eine Form von Selbstbewusstsein", fügt sie hinzu.
Die Spice Girls haben gezeigt: Mädchen sind nicht nur die Fans […], sie können auch selbst die Hauptfiguren sein – und das ist wichtig!
Über diese Songs vom Album "Spice" sprechen wir im Podcast
- (21:45) – "Wannabe"
- (45:51) – "Say You’ll Be There"
- (54:09) – "2 Become 1"
- (59:03) – "Mama"
Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
- (04:40) – "Three Lions" von The Lightning Seeds
- (08:20) – "When Will I Be Famous" von Bros
- (29:58) – "Feed Your Love" von Spice Girls
- (30:26) – "That's The Way Love Goes" von Janet Jackson
- (31:04) – "Summer Nights" von Olivia Newton-John und John Travolta (Grease)
- (48:57) – "Isn't She Lovely" von Stevie Wonder
- (49:35 ) – "Karma Chameleon" von Culture Club
- (01:05:54) – "Like A Prayer" von Madonna
- (01:06:13) – "Man In The Mirror" von Michael Jackson
Shownotes
- Seite von Songwriter Richard "Biff" Stannard auf Spotify
- Hier ist das Artwork zu "Spice" entstanden
- Das Musikvideo zum Song "Wannabe" von den Spice Girls
- Das Musikvideo zum Song "2 Become 1" von den Spice Girls
- Das Musikvideo zum Song "Mama" von den Spice Girls
- Die Meilensteine live bei der SWR1 Regiotour
- ARD Podcast-Tipp: "Fuck You Very, Very Much!"
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