Am 25. Mai 2025 spricht Constantin Schreiber zum letzten Mal die Tagesschau – und schließt das Kapitel Nachrichtensprecher endgültig ab. Wehmut? Fehlanzeige. Schreiber blickt nach vorn, nicht zurück. Mit einigen Kolleginnen und Kollegen bleibt er dennoch weiterhin verbunden.
Für ihn war klar: Die 20-Uhr-Tagesschau wollte er nicht bis zur Rente machen. Das hatte ihm zwar der Chefredakteur vorgeschlagen, aber genau das brachte ihn zum Nachdenken – und er merkte, dass er noch einmal etwas Neues ausprobieren möchte.
Eigentlich war es sowieso überraschend, dass er Tagesschau-Sprecher wurde. Früher war Schreiber viele Jahre als Reporter unterwegs – vor allem im arabischen Raum. Das Leben als Reporter fand er spannend, aber auch sehr anstrengend. "Ich brauchte etwas Ruhigeres", sagt er. So kam er zur Tagesschau.
Seit er darüber berichtet, was in manchen Moscheen in Deutschland gepredigt wird, bekommt er Drohungen. Menschen nennen ihn "Islamkritiker" oder sogar "Islamhasser". Heftige Erlebnisse hatte er deshalb auch. In Jena wurde er von linken Aktivisten mit einer Torte beworfen. Ein Taxifahrer sagte einmal zu ihm: "Gut, jetzt weiß ich, wo du wohnst." Auch seine private Nummer wurde gehackt.
Mir wurden unvorstellbare Sprachnachrichten geschickt. Ich habe aber kein Problem damit, das auszublenden.
Jetzt geht er wieder raus in die Welt: Für Springer arbeitet er als "Global Reporter". Er schreibt Bücher, macht einen Podcast und ist mit einer True-Crime-Show auf Tour.
Ich bin eigentlich ein entspannter Typ. Und ziemlich stressresistent.
Nur eines kann er gar nicht gut: Kochen.
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