Wenn bei "Don't Play Your Rock'n'Roll to Me" und "Mexican Girl" alle mitsingen, zeigt das: Smokie funktioniert immer noch. Nicht nur wegen der schönen Nostalgie, sondern weil sie eine total sympathische Live-Band sind, bei der der Funke der Leidenschaft zu spüren ist.
Gleich zu Beginn des Konzerts ernteten Smokie viel Sympathie und Lachen aus dem Publikum: Nachdem Frontman Pete Lincoln nach dem ersten Lied gestand "Mein Deutsch ist nicht so gut," begrüßte daraufhin Gitarrist Mick das Publikum mit "Hallo, meine Schatzis". Diese Koseform kam bei den Leuten gut an, kein Wunder, gab es doch leidenschaftliche Fans unter ihnen.
Seit den 80er-Jahren reise ich denen immer hinterher. Die Leidenschaft hat mit der ersten Single begonnen. [...] Konzerte habe ich schon vielleicht so 250 gesehen, mehr oder weniger.
Obwohl es ein Sitzplatz-Konzert war, hielt das Publikum irgendwann nichts mehr auf den Stühlen. Die Leute sangen sowohl mit, als auch nach, was Sänger Pete Lincoln vorgab. Durch die intensive Kommunikation entstand eine tolle Verbindung zwischen Band und Publikum. Dass den Zuschauern die Songs ans Herz gingen, war deutlich zu spüren.
Erfolge und Klassiker von Smokie, die die Zeit überdauern
Gegründet wurde die britische Rockband 1973 in Bradford. Damals schrieb sie sich noch "Smokey". Sie entwickelten ihren eigenen Mix aus Softrock und Countryrock und erreichten mit ihrem Album "Changing All the Time" und dem Hit "If You Think You Know How to Love Me" ihren internationalen Durchbruch.
Danach folgte eine Serie von Klassikern, die auch in Deutschland große Erfolge wurden: "Lay Back in the Arms of Someone", "Mexican Girl" oder "Living Next Door to Alice". Insgesamt hatte die Band drei Nummer-eins-Hits in den deutschen Charts.
Der typische Sound von Smokie
1986 verließ Sänger Chris Norman die Band und startete seine Solokarriere. Heute steht seit 2021 Pete Lincoln am Mikrofon, bekannt von The Sweet, Sailor und den Frontm3n. Über die Jahre änderte sich die Besetzung immer wieder, doch der Name Smokie und ihr typischer Sound sind geblieben. Genau das bringt die Fans bis heute in die Konzerthallen und in Wörth aufs Festivalgelände.